[Rezensionsexemplar] 30 Days, 10 Dates & 1 Drama von Lea Kaib

10 Dates – und am Ende wartet die große Liebe…

Daisy hat genug vom Singleleben. Nach einer langen Beziehung und einem schiefgelaufenen Heiratsantrag ist sie auf der Suche nach ihrem persönlichen Mr. Darcy. Aber wie findet man die eine Person, mit der man den Rest seines Lebens verbringen will?
Mit ihrer besten Freundin Mae schmiedet sie einen Plan: In dreißig Tagen geht Daisy auf zehn Dates mit den Teammitgliedern des Londoner Theaters, an dem Mae arbeitet. Denn Mae ist sich sicher: Theatermenschen sind offen, warmherzig und witzig. Genau das, was Daisy braucht. Die große Liebe trifft man schließlich nicht in einem Buch! Doch während Daisy zahlreiche Dates meistert, wird ihr langsam klar, dass die wichtigste Person in ihrem Leben längst an ihrer Seite ist …

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SuB-Leiche trotz interessanter Prämisse

Ich liebe Musicals, das West End, queere Love Stories–und dennoch geriet dieses Buch nach seiner Veröffentlichung vor mehr als einem Jahr in Vergessenheit. Zugegebenermaßen ist in meinem letzten Jahr einiges passiert und gerade im letzten Februar/März war ich nicht wirklich in der Leselaune für Romanzen. Nichtsdestotrotz bereue ich, einigen Büchern seitdem keine wirkliche Chance gegeben zu haben. Bis ich dieses Buch wirklich in Angriff genommen habe, vergaß ich zugegebenermaßen sogar die Prämisse wieder vollkommen. Somit überraschte mich die Handlung, als die Gefühle, welche Daisy für ihre Freundin Mae hat, immer mal wieder angedeutet wurden. Damit nahm mich das Buch auch mehr gefangen als am Anfang, und doch konnte es mich nicht wirklich fesseln. Obwohl das Buch keine 400 Seiten umfasst, kostete es mich mehr als einen Monat, um es zu lesen.

 

Eine Dating-Challenge

Zum Beginn dieses Buches hat Daisy eine harsche Trennung hinter sich und wird von ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin dazu gechallenget, in den nächsten dreißig Tagen auf 10 Dates zu gehen. Damit will sie sie aus der Reserve locken und wieder ins Leben zurückbringen. Die Dates, die Mae für Daisy wählt, sind unterhaltsam und locken Daisy mehr und mehr aus ihrem Kopf und zurück in die echte Welt. Sie sind unterhaltsam zu lesen und–vor allem wenn man die Prämisse vergessen hat–machen uns gespannt darauf, ob Daisy ihre wahre Liebe finden wird. Zudem wird sie in dieser Suchen von ihrer Chefin Zola unterstützt, mit der sie in einem Buchladen arbeiten. Auch habe ich es genossen, dass einige romantische Ideen von Daisy im Verlauf des Buches bloßgestellt werden. Damit umgeht die Autorin bewusst einige Stereotypen, was mir gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz hat sich das Buch für mich an einigen Stellen, besonders auch am Ende ziemlich hingezogen.

 

Neue Erfahrungen, neue Freundschaften

Die finalen Entwicklungen dieses Buches werden wundervoll von den neuen Freundschaften unterstützt, die Daisy während ihrer Challenge gesammelt hat. Die Autorin vermag es nicht unbedingt, allen Nebencharakteren eine ausgeklügelte Persönlichkeit zu geben, doch als unterstützende Rollen reichen sie aus und unterhalten uns mit kleinen Eigenheiten. Im Allgemeinen finde ich die Botschaft und die geschlossenen Beziehungen wundervoll, empfand viele von ihnen aber recht oberflächlich und nur als Mittel zum Zweck. Vielleicht hat mich auch der Schreibstil nicht vollends abgeholt, da viele Momente etwas überdramatisiert schienen. Ich wäre gespannt darauf zu sehen, wie sich Lea Kaibs Schreibstil bis heute entwickelt hat.

 

Fazit

Eine Friends-to-Lovers-Romance, die mich nicht vollends abgeholt hat, aber durchaus ihre Momente hat und mich damit am Lesen gehalten hat. Die Freundschaften, die Daisy auf dem Weg zu ihrer wahren Liebe schließt, sind unterhaltsam und schlussendlich von großer Unterstützung, als sie sich und Mae ihre Gefühle eingesteht. Nichtsdestotrotz blieb ich recht distanziert von den Geschehnissen, sobald deren Ausgang für mich klar war (und für andere, die den Klappentext noch in Erinnerung haben, wäre das noch früher der Fall gewesen).

 

 


Die Autorin:

Lea Kaib ist 1990 geboren und wohnt in Leverkusen. Die studierte Germanistin empfiehlt als »Liberiarium« unzählige Bücher, Filme und Serien auf ihren Social-Media-Kanälen, insbesondere Jugendbücher, New Adult und Fantasy. Freiberuflich arbeitet sie als Journalistin. Lea wünscht sich, dass es mehr Werke wie »Not that kind of girl« von Lena Dunham gäbe. Q

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