[Rezension] Auf und davon von David Arnold

Autor: David Arnold
Verlag: Heyne fliegt
Reihe: –
Seiten: 384
Kapitel: 42
Ausführung: Hardcover
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3-453-26983-5
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Leseprobe
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Der Klappentext:

Manchmal liegt das Ziel woanders, als du denkst
Wer
würde nicht gerne einfach mal verschwinden? In den nächsten Bus
springen und alles hinter sich lassen? Genau das macht die
sechzehnjährige Mim Malone. Es reicht ihr, immer das zu tun, was ihr
Vater und seine neue Frau für richtig halten. Sie will wissen, weshalb
ihre Mom aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ihre Gedanken sollen
endlich aufhören, in ihrem Kopf Karussell zu fahren. Also steigt sie
einfach in den Greyhound-Bus und haut ab, zu ihrer Mom. Während draußen
die Landschaft vorbeifliegt, macht Mim einige unvergessliche
Bekanntschaften – die wunderbare Arlene, den unheimlichen Ponchomann und
den äußerst attraktiven Beck, an den sie ihr Herz zu verlieren droht
… Doch dann verändert ein tragischer Unfall von einem auf den anderen
Augenblick alles. Und Mim muss sich den wirklich entscheidenden Fragen
in ihrem Leben stellen. Q
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Wer ist David Arnold?

Bevor er zum Schreiben kam, war David Arnold schon Musiker, Produzent, Vorschullehrer und Vollzeit-Dad. Auf und davon ist sein von Presse und Lesern begeistert besprochener Debütroman. Der Autor lebt mit seiner Familie in Lexington, Kentucky. Q
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Meine Meinung zu diesem Road Trip – Roman:

Dieser Roman ist mir ganz zufällig im Bloggerportal aufgefallen, als ich durch die Buchvorschläge geschmökert bin, jedoch habe ich mich bereits nach dem Lesen des Klappentextes auf ihn gefreut. Und zum Glück hat der Heyne fliegt Verlag mir dieses Vergnügen einen Schritt näher gebracht, denn eine gute Woche später hielt ich es in meinen Händen.

Wie ich es bereits von Heyne fliegt – Hardcovern gewöhnt bin, ließ sich auch Auf und davon wunderbar leicht und schnell lesen. Einmal begonnen konnte ich David Arnolds Buch Seite für Seite bewältigen, ohne dass es mir irgendetwas abverlangte. Das einzigste kleine Problem war, ich weiß jedoch nicht, ob das Ganze nur bei mir lag oder auch jeder andere Leser zuerst so denkt, dass ich bis 50 Seiten vor dem Ende des Buches glaubte, dass unsere Protagonistin Mim (Mary Iris Malone) Briefe an ihre Tante Isabel schreibt. Dass damit jedoch nicht ihre Tante sondern eine andere „Isabel“ gemeint ist, hab ich wirklich erst sehr spät verstanden.

Gleich zu Beginn fiehl mir jedoch gleich der sehr unterhaltsame Schreibstil des Autors auf, der mich in ein richtiges Road – Trip – Feeling versetzt hat. Dieser Roman war wirklich von der ersten bis zur letzten Seite sehr interessant gestaltet, es gab viele unerwartete Wendungen und sehr verschiedene Charaktere. Besonders haben mir unter ihnen Arlene, eine ältere Dame in Mims Bus, und Dr. Makundi, Marys Psychologe. Leider hatten beide keine allzu große Rolle.

Mim, also Mary Iris Malone, ist wirklich eine sehr außergewöhnliche Protagonistin. Mit ihren Kriegsbemalungen und Selbstgesprächen könnte man sie sogar als recht eigenartig bezeichnen, jedoch wird dieses Wort meist negativ ausgelegt, sodass ich persönlich es nicht für Mim benutzen möchte. Was mich jedoch so an ihr begeistert hat, ist, dass sie ihr Ziel nie aus den Augen verloren hat, auch wenn es hart oder unbequem wurde. Sie war standhaft und hat sich auf ihre Weise durchgekämpft. Auch wenn sie zu Beginn noch wie ein Einzelgänger und gegenüber
anderen Charakteren sehr abweisend wirkt, baut sie schon bald eine
besondere Beziehung zu manchen von ihnen, wie Beck und Walt, auf. Dabei
stört sie sich nicht daran, dass Walt an dem Down-Syndrom erkrankt ist
(entschuldigt, sollte das die falsche Formulierung sein) oder das Beck
aus der Uni abgehauen ist und sein Studium abgebrachen hat. Beck und
Mims Beziehung wird noch einmal etwas ganz Besonderes, aber das kann man
sich ja bereits denken.
Einmal habe ich unsere Protagonistin
sogar für ihre Weisheit bewundert:

[…]
und in einem Augenblick himmlischer Offenbarung erkenne ich, dass
Umwege nicht ohne Sinn sind. Sie gewähren sicheres Reisen zu einem Ziel
und umschiffen unterwegs Klippen.                       – Seite 147

Der Autor hat ein ganz besonderes Gespür für alltägliche Dinge und macht diese in seinem Roman zu etwas ganz Besonderem. Es gab zwar einige Szenen, in denen ich mich gefragt habe, ob man das jetzt mit in das Buch hätte schreiben müssen, doch auch diese Facetten habe ich sehr genossen. Auch der Humor kommt bei David Arnold nicht zu kurz, denn er hat mich so einige Male zum Schmunzeln gebracht, auch wenn ich mir an manchen Stellen ein Tick mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte. Eine weitere Besonderheit waren die häufigen Flashbacks, die Mim in die Zeit vor der offiziellen Erkrankung ihrer Mutter, jedoch auch kurz nach die Trennung ihrer Eltern zurück setzte. Diese fand ich wirklich äußert interessant, da man dank ihnen bestimmte Handlungen und Einstellungen Marys besser nachvollziehen konnte.

Die letzten paar Kapitel vor dem Allerletzten, welches wirklich richtig gut gelungen ist, haben mich jedoch etwas verwirrt und auch enttäuscht. Ich habe nicht so richtig verstanden, warum Beck und Mim immer von Abschied gesprochen haben, jedoch nie Gründe nannten, warum sie sich denn überhaupt trennen müssen. Eins, zwei Mal war es für mich auch noch etwas undeutlich, ob ich mich gerade in einem Flashback oder der Gegenwart befinde, da die Übergänge nicht immer ganz offentsichtlich waren. Auch wenn ich am Ende die Wendung eines Charakters wirklich sehr bewundert habe, fand ich die Begegnung von Mim mit ihrer Mutter dahingegen leider sehr enttäuschend, da das Buch ja die ganze Zeit auf diese vorbereitet und hinausläuft.

Fazit: Ein unerwartet frischer und unterhaltsamer Roadtrip, der mit einer außergewöhnlichen Protagonistin und sympthischen Nebencharakteren zum Mitfahren einlädt und mit seinem wunderschönen letzten Kapitel die Möglichkeit für eine Fortsetzung bietet.

Danke für dieses Rezensionsexemplar an den Heyne fliegt Verlag!
Liebe Grüße, eure Sophia

 

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