[Rezension] All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven

Autor: Jennifer Niven
Verlag: Limes
Reihe: –

Seiten: 400
Kapitel: 59
Ausführung: Klappenbroschur
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3-8090-2657-0
Kaufen: hier
Leseprobe
(Werbung)

Der Klappentext:

Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs
Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich
bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar
über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine
Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und
großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es
auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener,
witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn
halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment
zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu
entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…Q
(Werbung)

 

Die Autorin:

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt.
Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte. (Werbung)

 

Meine Meinung zu diesem ergreifenden Jugendbuch:

Als Sebastian Rothfuss mich am Ende des letzten Jahres anschrieb und mir dieses Buch als „sein Highlight des Jahres“ vorstellte, war ich natürlich sofort begeistert. Als ich dann auch noch den Klappentext las und das Cover betrachtete, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Denn ein Buch mit einer solchen Idee hatte ich bisher noch nicht gelesen, was ich jetzt jedoch von mir behaupten kann.

Zu Beginn des Buches kam ich dann leider etwas schwer rein. Meiner Meinung nach, wurde man zu schnell in das Geschehen reingeworfen und Dinge erst recht spät erklärt. Ich brauchte erst gut 40 Seiten, um mich mehr mit den beiden Protagonisten, aus deren Sicht geschrieben wird, anzufreunden und ihre Welt und ihr Leben kennenzulernen. Dabei hat mir vor allem Violet und ihre tragische Geschichte mit ihrer Schwester etwas Sorgen gemacht.

Doch sobald ich Theodore Finch und Violet Markley besser kennen gelernt habe, finde ich sie beide einfach unheimlich interessant. Sie haben beide eine sehr umfangreiche Hintergrundgeschichte, die erst nach und nach aufgedeckt wird und dabei für Spannung sorgt, auch wenn ihre Gegenwart mich gleichzeitig ebenfalls sehr fesseln konnte.

Finch konnte mich wirklich sehr schnell begeistern. Er ist sarkastisch, mutig, liebenswürdig, spontan, mitfühlend und eigentlich ein richtiger Traumtyp. Violet hingegen scheint anfangs sehr zurückgezogen, nicht so auffällig wie Finch, der sich den Status eines totalen Freaks eingehandelt hat. Doch nach einiger Zeit beweist auch sie Mut und Stärke, wenn es auch erst zum Schluss an die von Finch heranreicht.

Doch vor allem hat mich die Originalität dieses Romans bezaubert. Der Schreibstil und auch die Handlung an sich ist unglaublich erfrischend und wahnsinnig mitreißend. Nicht nur alleine die coole Schulaufgabe, die Finch und Violet bekommen, ist außergewöhnlich, sondern auch die Recherchen und die aufgeführten Statistiken zum Thema Selbstmord, welche die Autorin für dieses Buch aus- und aufgeführt hat. So ist man nach einer Weile einfach total in dem Geschehen rund um unsere Protagonisten und will gar nicht mehr aufhören mit Lesen.

Das hinter diesem Buch jedoch noch viel mehr als ein einfacher und noch dazu sehr emotionaler Roman steckt, beweist die Autorin spätestens im Nachwort. Denn diese Geschichte ist nicht völlig frei erfunden, sondern aus den Gefühlen und Erfahrungen von Jennifer Niven entstanden. Noch dazu gibt es das Germ Magazin, welches Violet im Laufe der Geschichte online eröffnet, auch außerhalb des Buches und wird von sehr zahlreichen Leuten ständig mit neuen Artikeln rund um Violets Themen Lit. Love. Life. gefüttert.

Fazit: Ein unglaublich emotionaler und ergreifender Roman über zwei zerbrochene Jugendliche, die gemeinsam die schönen Stunden des Lebens finden und diese für sich entdecken. Mehr als einmal hat mich das Ende dieser Geschichte zum Weinen gebracht und das hat nicht mal „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ geschafft. Für mich übertrifft dieses Buch einfach alle Bücher, bei denen ich den Tränen nah war – und das wirklich mit Recht.

Herzlichen Dank (!!!) an den Limes Verlag und das Bloggerportal der Verlagsgruppe Ramdomhouse und vor allem an Sebastian Rothfuss für dieses Rezensionsexemplar.
Liebe Grüße, eure Sophia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu