[Reading with] #17 mit Franzi von DieBücherseelen – Update #2

Hallo, liebe Leser
und willkommen zum zweiten Update zu meinem Reading with Franzi von DieBücherseelen. Mittlerweile haben wir die Hälfte des von uns ausgewählten Buches hinter uns gelassen, wobei wir es vermutlich sogar schon fast beendet haben werden, wenn ihr das hier zu lesen bekommt. Mehr Informationen zu dem erwählten Buch und zu den ersten ausgetauschten Fragen findet ihr im ersten Update. Heute bekommt ihr die nächsten drei Fragen, die Franzi mir gestellt hat, beantwortet, vielleicht kann ich auch damit ein wenig auf das Buch gespannt machen.
Lesestand: Seite 309
Momentane Bewertung: ****

Meine Fragen an Franzi:

1. Was glaubst du, erwartet uns noch mit Kalden? Wird es eine große Offenbarung über ihn geben? Werden Mae und er am Ende glücklich?
2. Was hälst du nun nach mehr als der Hälfte des Buches von dem Circle? Würdest du (noch immer) gerne da arbeiten?
3. Was denkst du von Mae, unserer Protagonistin? Hast du schon einmal eine ähnliche Situation erlebt, in der sich der „Wettkampf“ immer weiter getrieben hat, obwohl du einer Sache am Anfang relativ abgeneigt gegenüber warst?

1. Was hälst du von Mae als Protagonistin?

Mae war mir vor allem zu Beginn des Buches wirklich sehr gut gefallen, jedoch muss ich sagen, dass ich ihren Gedanken mittlerweile nicht mehr ganz folgen kann. Sie geht ziemlich mit dem Trend, was den Circle und all seine Funktionen angeht, was in ihrer Situation zwar nur natürlich ist und mich bisher auch nicht stört. Andererseits geht sie eben nicht mit, setzt ihren eigenen Kopf durch und wirkt dabei ziemlich naiv. Sie fängt eine Affäre mit einem Mann an, über den sie nicht mehr weiß, als seinen Vornamen und seine Gefühle für sie. Und das kann ebenso gut erlogen sein wie seine angebliche Anstellung beim Circle. Weiterhin entwickelt sie sich stark zum Negativen, was vor allem in Gesprächen mit ihrem Ex Marcer zum Vorschein kommt, jedoch glaube ich, dass sie, wie es in Büchern aus dem Deutschunterricht immer ist, ihre Kartharsis erleben wird. Zumindest hoffe ich es für sie.

2. Beim Circle sind einige Dinge recht merkwürdig. Was hat dich bisher misstrauisch gemacht?

Ich kann mir mittlerweile nicht mehr wirklich vorstellen, beim Circle zu arbeiten. Am Anfang war alles noch ziemlich cool und hipp, ein Ort, an dem vermutlich jeder liebend gerne ein und aus gehen würde, doch mit der Zeit scheinen  die Sozialen Medien immer weiter die Oberhand zu übernehmen. Vor allem hat mich sehr irritiert, dass man Mae eher oder später geradezu dazu zwingt, ihr Leben mit andere zu teilen, auch wenn man es nett verpackt. Damit hatte ich eher oder später jedoch gerechnet. Eines Nachmittages geht die Kajakfahren und wird kurz darauf misstrauisch beäugt, da sie diese Information nicht mit all den anderen Kajakern auf der Welt geteilt hat. Ja, diese Konversation war tatsächlich ziemlich eigenartig.

3. Ständige Posts, Überall Kameras, jeder weiß alles über jeden. Bis zu welchem Punkt würdest du da mitmachen? Was wäre für dich die absolute Grenze?

Ich bin jetzt bereits so weit, dass ich an Maes Stelle aussteigen würde, auch wenn es sicher nicht so einfach wäre, wenn ich tatsächlich in ihr stecken würde. Ich finde es authentisch, dass Mae mit dem Fluss schwimmt, mit dem Schwarm fliegt und sich anpasst, es sogar genießt, aber spätestens nach 800 CircleSurvey – Fragen würde mir vermutlich der Kopf schmerzen. Ich verstehe das Prinzip des Circles sehr gut, doch unterstützen würde ich es nicht wollen, da ist mir meine Privatsphäre doch wichtiger.
Bisher gefällt mir das Buch an sich recht gut, auch wenn ich mich mit Mae langsam immer weniger identifizieren kann. Das liegt vor allem an ihrer Art, Beziehungen einzugehen, die durch den Schreibstil des Autors einfach extrem spontan und nicht wirklich authentisch wirkt. Vielleicht sind die Menschen in dieser leicht futuristischen Welt ja so, doch dadurch erscheint sie mir nach und nach sehr befremdlich. Dennoch bin ich sehr gespannt, die die Geschichte weitergeht, welche Entwicklungen diese Gesellschaft, die unserer gar nicht unähnlich ist, noch nimmt.
Liebe Grüße, eure Sophia

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