[Rezension] Das Mädchen mit dem Schmetterling von Kristin Hannah

Wie die Liebe uns ins Leben zurückholt.

Die Kinderpsychologin Julia Cates steht vor den Trümmern ihrer Karriere. Von Schuldgefühlen gepeinigt, kehrt sie zu ihrer Schwester in ihren Heimatort am Mystic Lake zurück, wo ein schwer traumatisiertes Kind auftaucht. Gemeinsam mit dem Arzt Max versucht sie herauszufinden, was dem Kind angetan wurde. Bis sich ein Mann meldet, der behauptet, der Vater zu sein. Julia muss alles riskieren, um zu verstehen, wer das Mädchen tatsächlich ist – und zu wem es gehört.

Ein berührender Roman darüber, wie ein Kind, das Hilfe braucht, das Leben einer Frau verändert.

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Meine Meinung

Seit dem ersten Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, bezeichne ich mich als Fan dieser. „Die Nachtigall“ hat die Grenzen, die Romane, welche vor meiner Geburt spielen, auf emotionaler Ebene hatten, gesprengt und mich so vollkommen eingesaugt, dass ich am Ende als weinendes Bündel zurückblieb. Auch „Liebe & Verderben“ hat mich dermaßen mitgenommen, dass ich es nur jedem ans Herz legen kann. Nun habe ich mein drittes Buch der Autorin gelesen und habe mit diesem erneut wundervolle Stunden verbracht, habe es trotz der zahlreichen Seiten geradezu verschlungen. Die Geschichte erzählt von der Liebe zwischen Schwestern, von Aufopferung, Selbstlosigkeit und dem Mut eines Mädchens, das nicht nur das Leben einer einzelnen Frau, sondern in gewisser Weise einer ganzen Stadt verändert. Doch neben den Geschehehnissen um das plötzlich aufgetauchte Mädchen, welche im Mittelpunkt der Handlung stehen, gibt uns Kristin Hannah noch so viel mehr: die Charaktere sind unheimlich tiefgründig, haben zahlreiche Schattierungen und Erinnerungen, die erst im Laufe der Handlung aufgedeckt und eingestanden werden. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, auch wenn sie nicht im Vordergrund steht – dennoch konnte sie mein Herz schneller schlagen lassen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Julia, Ellie, dem Mädchen und Max erzählt, der sie ebenso wie Julia, wenn auch auf eher physische Art und Weise am Anfang behandelt. Durch diese vielen Blickwinkel auf das Geschehen wird es sehr vielfältig und tiefgründig präsentiert, man fühlt sich nicht wie ein Leser, sondern wie ein Einwohner der Stadt, vielleicht gar eine dritte Schwester im Bunde der Cates. Auch die zahlreichen Einblicke ich die Psychologie, besonders in die Versuche Julias, die des Mädchens zu ergründen, habe ich als unheimlich spannend empfunden und zeigen, wie die Autorin nicht nur Herzblut, sondern auch Recherchen und Zeit in dieses Buch gesteckt hat. Und das merkt man, spürt man, fühlt man bis unter die Haut, das kann ich euch versprechen. Ich muss, als Schlusswort, noch gestehen, den Klappentext vor dem Lesen nicht einmal angesehen zu haben, so überzeugt davon bin ich, dass mich Kristin Hannah mit jedem ihrer Werke berühren und mitreißen kann – so konnte mich das Buch noch einmal mehr überraschen und dennoch unmittelbar gefangen nehmen.

 

Mein Fazit

Diese Geschichte geht nicht nur unter die Haut, sondern auch direkt ins Herz. Eine meiner liebsten Autorinnen hat mal wieder ein fantastisches Buch über standhafte Frauen, mutige Kinder und die Kraft der Liebe geschrieben, welches ich in kürzester Zeit verschlungen habe, jedoch noch lange in meinen Gedanken und meinem Herzen mit mir tragen werde.

 

Kristin Hannah

arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen der USA und lebt mit ihrem Mann im Pazifischen Nordwesten der USA. Nach zahlreichen Bestsellern war es ihr Roman „Die Nachtigall“, der Millionen von Lesern in über vierzig Ländern begeisterte und zum Welterfolg wurde. Q

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