[Rezension] Was vor dem Kampf geschah…

The Assassin’s Blade – Sarah J. Maas

Celaena Sardothien is Adarlan’s most feared assassin. As part of the Assassins‘ Guild, her allegiance is to her master, Arobynn Hamel, yet Celaena listens to no one and trusts only her fellow killer-for-hire, Sam.

In these action-packed prequel novellas – together in one edition for the first time – Celaena embarks on five daring missions. They take her from remote islands to hostile deserts, where she fights to liberate slaves and seeks to avenge the tyrannous. But she is acting against Arobynn’s orders and could suffer an unimaginable punishment for such treachery . . .

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Was ich zu sagen habe…

Inspiriert durch The Happy Novelists „Year of Maas“ habe ich nun nicht nur die Throne of Glass-Reihe in Angriff genommen und möchte sie in den kommenden Monaten beenden, sondern lese – was relativ selten vorkommt – auch die Kurzgeschichten, die die Autorin ergänzend geschrieben hat. Fünf verschiedene Erzählungen wurden in „THe Assassin’s Blade“ zusammengepackt, denn sie können unabhängig voneinander gelesen werden, bauen aber chronologisch aufeinander auf. Dennoch verweist die Autorin hilfreich und ausführlich genug auf die bisherigen Geschehnisse in den jeweiligen Geschichten, welche alle noch vor Celeanas Zeit als Champion des Königs von Adarlan spielen. So fällt es Lesern und Leserinnen mit Gewissheit leicht, in die einzelnen Phasen in diesem Prequel einzutauchen und unsere Throne of Glass – Protagonistin besser kennenzulernen. Zugleich dürfen wir aber auch weitere, äußerst interessante Charaktere treffen, die mit Sicherheit auch in der Hauptreihe noch von Bedeutung sein werden. Zumindest kann ich es mir nicht anders vorstellen, da man so ein unheimliches Potenzial, welches diese aufweisen, nicht ungenutzt lassen sollte. Egal ob Rolfe, Yrene, Ansel oder Arobynn Hamel – ein Wiedersehen wäre in jedem Fall bombastisch. In diesen kurzen, zumeist weniger als 100 Seiten umfassenden Geschichten dürfen wir viel über Celeana erfahren, sie auf Abenteuern begleiten und beobachten, wie sie neue Verbündete und Feinde sammelt. Es ist definitiv kein Muss, diese Novellensammlung zu lesen, doch sie gibt durchaus beeindruckendes Hintergrundwissen über die Ausbildung unserer Protagonistin und einiger ihrer prägenden Charakterzüge. Zudem bin ich unglaublich begeistert davon, wie viele Emotionen die Autorin trotz weniger Seiten und teils größerer Sprünge in diese Geschichten packen konnte. Was mir an den Throne of Glass – Bänden zum Teil etwas zu langwierig erscheint, wurde hier auf den Punkt gebracht und somit in Kürze berührend ausgearbeitet. Man spürt, wie die Autorin sich in ihrem Schreiben verbessert und selbst auf wenigen Seiten vollends überzeugen kann.

 

„Where do men find it in themselves to do such monstrous things? How do they find it acceptable?“
„We’ll make them pay for it in the end.“ Caleana grasped Ansel’s hand. The girl squeezed back hard. „We’ll see to it that they pay.“
„Yes.“ Ansel shifted her gaze back to the stars. „Yes, we will.“
– S.181

 


Outlander-Saga 5: Das Flammende Kreuz – Diana Gabaldon

North Carolina 1770. Jamie und Claire Fraser haben in den britischen Kolonien Nordamerikas Fuß gefasst, doch die Ruhe und der Frieden auf ihrem Anwesen Fraser’s Ridge sind trügerisch. Denn unter den immer zahlreicher einwandernden Siedlern gärt es, immer unwilliger nehmen die Einwohner der Kolonien die Bevormundung durch die britische Zentralregierung hin. Als es zu ersten Aufständen kommt, muss auch Jamie sich entscheiden, auf wessen Seite er stehen will. Und für Claire ist die Situation noch schlimmer: Sie weiß, dass die Unabhängigkeitskriege ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe seit Langem stellen werden.

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Was ich zu sagen habe…

Nachdem ich bereits vier Bände dieser Reihe gelesen habe und von daher wissen sollte, worauf ich mich einlasse, wenn ich ein Buch von Diana Gabaldon zu hören beginne, hat sich diese fünfte Geschichte aus der Outlander-Saga meiner Meinung nach noch einmal überraschend stark gezogen. Nach wie vor weiß ich das detaillierte Zeitwissen der Autorin und ihre medizinische Erfahrung zu schätzen, doch nach diesem Band sind mir einfach so viele Stellen in Erinnerung geblieben, in denen sie wirklich unnötig ausführlich zum Ausdruck gebracht wurden. Zugegebenermaßen hat sich die ganze Zeit eine ziemlich gute Spannung durch die Erzählung gezogen und wir haben einige neue Entdeckungen an der Seite von Claire, Jamie und Co machen dürfen. Ich habe es genossen, wie sich vor allem Roger und sein Schwiegervater miteinander arrangiert und sogar etwas angefreundet haben, wir aber auch ganz neue Charaktere kennenlernen durften, die hoffentlich noch weiterhin von Bedeutung sein werden. Auch einige unverhoffte Wiedersehen haben mich erfreut, dahingegen ein erwartetes viel zu lange auf heißen Kohlen sitzen lassen. Schlussendlich war dieser Showdown, den man das ganze Buch über erwartet, relativ schnell vorbei, wenn auch würdig beendet worden. Ich bin zwar gespannt, wie es weiter geht, und werde mir mit große Interesse die verfilmte fünfte Staffel der Serie ansehen, jedoch bezweifele ich, dass ich mir einen weiteren Band in diesem Jahr vornehme. Es ist einfach schade, wenn man mehr als einen Monat investiert, um diese Geschichte mit ein paar wirklich bedeutsame und ansonsten eher viel Gerede und unnötige Details weiter zu verfolgen. Claire und Jamie sind ein wundervolles Paar und die offene und unerschütterliche Liebe, die sie einander nach all ihren durchstandenen Strapazen entgegen bringen, ist berührend, doch auch sie gingen mir in diesem fünften, im Allgemeinen eher enttäuschenden Band hin und wieder auf den Keks. Trotz allem glaube ich, dass Diana Gabaldon im Historien-Genre eine führende Gewalt ist und Welten vor unserer Zeit erschafft, die ihre Leser begeistern können und gerade durch ihre Detailreiche vor unseren inneren Augen zum Leben erwachen.

 

Liebe Grüße, eure Sophia

 

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