[Rezension] Unsere Zukunft

Aurora Zyklus 1: Aurora erwacht von Amie Kaufman und Jay Kristoff

Tyler, frisch ausgebildeter Musterschüler der besten Space Academy der ganzen Galaxie, freut sich auf seinen ersten Auftrag. Als sogenannter „Alpha“ steht es ihm zu, sein Team zusammenzustellen – und er hat vor, sich mit nichts weniger als den Besten zufrieden zu geben. Tja, die Realität sieht anders aus: Er landet in einem Team aus Losern und Außenseitern:

Scarlett, die Diplomatin – Sarkasmus hilft immer (not.)
Zila, die Wissenschaftlerin – dezent soziopathisch veranlagt
Finian, der Techniker – besser: der Klugscheißer
Kaliis, der Kämpfer – es gibt definitiv Menschen, die ihre Aggressionen besser unter Kontrolle haben
Cat, die Pilotin – die sich absolut nicht für Tyler interessiert – behauptet sie zumindest

Doch dieses Katastrophenteam ist nicht Tylers größtes Problem. Denn er selbst ist in den verbotenen interdimensionalen Raum vorgedrungen und hat ein seit 200 Jahren verschollenes Siedlerschiff gefunden. An Bord 1.000 Tote und ein schlafendes Mädchen: Aurora. Vielleicht hätte er sie besser nicht geweckt. Ein Krieg droht auszubrechen – und ausgerechnet sein Team soll das verhindern. Ouuups. Don’t panic!

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Was ich zu sagen habe…

Bereits mit ihren Illuminae-Akten hat mich das Autoren-Duo bestehend aus Amie Kaufman und Jay Kristoff vor Monaten zu einem riesigen Fans ihrer Bücher gemacht, weswegen ich nicht widerstehen konnte, diese Neuerscheinung bei den Fischer Verlagen auf Netgalley anzufragen. Auch wenn ich mich nicht sonderlich oft und intensiv eBooks widme, noch auf sie konzentrieren kann, da mir schlicht und einfach das Gefühl von echtem Papier zwischen den Fingern fehlt, habe ich diesen kleinen Schmöker mit seinen fast 500 Seiten in unter einer Woche verschlungen. Ich habe es unheimlich genossen, immer wieder in dieses Weltraum-Setting abzutauchen und dabei nicht nur mehr über diese Zukunftsversion der Menschheit, sondern auch über andere Spezies zu erfahren, die unsere Protagonisten stellen. Den Squad bestehend aus Tyler, Scarlett, Cat, Zila, Finian und Kal habe ich schnell ins Herz geschlossen, denn wir dürfen die Erlebnisse durch alle ihre Augen betrachten und entdecken. Ebenso trägt Auri in ihrer außergewöhnlichen Situation viel zur Geschichte und unserer Wahrnehmung dieser bei und vervollständigt die Chaostruppe auf wundervolle Weise. Humor bleibt hier definitiv ebenso wenig auf der Strecke wie Emotionen und Spannung.

Obwohl das Layout dieses Buches etwas weniger außergewöhnlich anmutet als jenes der Illuminae_Akten, konnte mich die Originalität dieser Geschichte ebenso begeistern und mitreißen. Die Charaktere sind alles andere als flach, sondern lassen uns tiefer und tiefer in ihre Köpfe kriechen wollen, um sie vollends zu verstehen. Jedoch vermögen es die beiden Autoren bereits in diesem ersten Band, sie uns unglaublich nahe zu bringen, sodass wir mit ihnen fiebern und zittern und auch leiden, als selbstverständlich nicht immer alles nach Plan läuft. Die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach, obwohl die einzelnen Squad-Mitglieder nicht von Anfang an miteinander auskommen können oder auch nur wollen. Ich bewundere sie dennoch alle für ihren Mut, ihr Köpfchen und ihre Reife, die man selten bei Personen in ihrer Altersgruppe vorfindet – dennoch fehlen ihnen nicht die typischen Eigenschaften und teils auch Gedanken, die es den angezielten jugendlichen Lesern ermöglicht, sich mit ihnen anzufreunden und trotz ihrer komplett verschiedenen Lebensumstände zu identifizieren.

Ein durch und durch gelungener Auftakt einer Dilogie, deren zweiten Band ich weder erwarten, noch anschließend lange auf meine Aufmerksamkeit warten lassen werde. Mir ist dieser Chaos-Squad bereits jetzt unheimlich ans Herz gewachsen und seine Abenteuer haben mich den Atem anhalten und zugleich immer weiter lesen lassen. Ich bewundere die Autoren für ihre dreidimensionalen, diversen, nachvollziehbaren und bewundernswerten Charaktere und die fantastischen Leseerlebnisse, die sie uns dank ihnen schenken.

 

Meine Bewertung:

 


Cat & Cole 1: Die letzte Generation von Emily Suvada

1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!

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Was ich zu sagen habe…

Eine weitere Sub-Leiche manifestiert sich in Form dieses Reihenauftakts, der mich damals, als ich ihn angefragt hat, allein vom Cover her angesprochen hat – dabei hatte ich noch keine Ahnung, wie viel von der Handlung es bereits widerspiegelt. In diesem erstem Band folgen wir Catarina in einer Welt, in denen Menschen durch Applikationen ihr Äußeres verändern und sich nach ihren Wünschen modifizieren können. Einzig gegen ein an der Oberfläche kursierendes Virus können sie nichts ausrichten. Auf die Suche nach einem Impfstoff oder eben einem Code, der die Menschheit immun macht, begibt sich erst Cats Vater und schließlich sie selbst, denn wer außer ihr könnte sein Notizen verstehen und diese auch noch nutzen, um die Menschheit zu retten. Unterstützt wird sie dabei von Cole, der durch sein genmanipuliertes Wesen von Anfang an stark mein Interesse geweckt hat, aber trotz dieser befremdlichen Begebenheit dennoch unheimlich menschlich und sympathisch auftritt.

Die Welt, welche Emily Suvada für diese Trilogie geschaffen hat, ist faszinierend und wissenschaftlich basiert – Sci-Fi von seiner besten Seite. Ich habe es unheimlich genossen, Cats Gedanken und ihren Erläuterungen zu folgen, die uns die Möglichkeiten der Technik dieser Welt näherbringen, selbst wenn ich mich absolut nicht mit Coden und Hacken und all dem Notwendigen auskenne. Die Detailreiche zeigt, wie durchdacht das ganze Konzept ist, und präsentiert Catarina auf viele verschiedene Weisen als äußerst authentisch, überfordert zugleich jedoch nicht unerfahrene Leser des Genres oder der Thematik, denn wir erfahren durch ihre Augen, was eben zu diesem Zeitpunkt normal und abnormal, beziehungsweise möglich und unrealistisch ist. Die Art, wie die Autorin ihre Welt erbaut und mit uns teilt, hat mir unheimlich viel Freude bereitet und mich bis zuletzt gefesselt.

Von der grundlegenden Welt und Idee abgesehen habe ich lediglich am Anfang ein wenig vermisst, was mich später umso mehr von diesem Auftakt überzeugt hat. Ich hielt die Autorin anfangs für nicht sonderlich erfahren, nicht kalkulierend, sondern recht kurzsichtig, würde jedoch eines Besseren belehrt als sie mich im Laufe des Romans wieder und wieder überrascht und meine Vermutungen über das weitere Geschehen über Bord geworfen hat. Glaubte ich am Anfang, Emily Suvada könne kein Detail, keine kleine, unscheinbar wirkende Begebenheit für das große Ganze ausspielen, sondern würde sie schnell verbrauchen, hat die Autorin mir bewiesen, dass sie das nur allzu gut vermag. Zu guter Letzt hat ein kleines, nicht verstecktes, aber dennoch auch nicht vorrangiges Detail Catarina das ganze Buch über begleitet und schlussendlich gar den fantastischen Cliffhanger unterstützt, wenn nicht sogar ausgelöst.

Ich bin noch immer etwas unentschlossen, ob ich die Reihe fortsetzen werde, jedoch nicht, weil sie es nicht verdient und ich nicht gefangen wäre in dem packenden Schreibstil und den fesselnden Begebenheiten, sondern weil ich mit ihr wohl auf dem falschen Fuß begonnen habe: als eBook. Nur selten kann ich mich dazu bringen, intensiv an eBooks zu lesen, doch in diesem Fall ist es mir nicht sonderlich schwer gefallen, dran zu bleiben. Die Chemie zwischen Cat und Cole hat sich langsam entwickelt, aber immer gestimmt, die Erkenntnisse, welche Catarina sammelt, haben mich von ihr und dem Talent der Autorin überzeugt und mich zudem fantastisch unterhalten. Wer also jugendliche und doch nicht allzu leicht verdauliche Science Fiction mag, dem kann ich diese Reihe bereits jetzt sehr ans Herz legen.

 

Meine Bewertung:

Liebe Grüße, eure Sophia

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