[Rezension] Speed Me Up von Sarah Saxx *Rezensionsexemplar*

Die 22-jährige Brooke Ferguson ist Supercross-Fahrerin und als eine der wenigen Frauen in diesem Sport äußerst erfolgreich. Während eines Rennens trifft sie auf Matthew Carr, ihren besten Freund aus der Kindheit. Als sie sich nun nach so langer Zeit wiedersehen, knistert es zwischen den beiden. Doch der Gedanke an eine Beziehung macht Brooke nervös, und statt Matt in ihr Leben zu lassen, stößt sie ihn von sich fort und verletzt ihn damit zutiefst. Als dann jedoch ein paar Monate später ein verleumderischer Artikel über Brooke erscheint, gibt es nur einen, der ihr helfen kann: Matt. Kann Brooke ihre Angst überwinden und sich der Liebe öffnen?

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Was ich zu sagen habe…

Seit mehreren Jahren verfolge ich die Werke der Autorin und freue mich, sie nun in ein weiteres Romance-Genre tauchen zu sehen. Nachdem mich bereits Saskia Louis (zum Teil auch S.C. Stephens) mit ihren Sports Romances begeistern konnte, war ich gespannt auf diese Neuerscheinung. Frauen – speziell unsere Protagonistin – in männerdominierten Sportarten zu erleben motiviert und interessiert mich. Brooke weiß sich selbst zu verteidigen und verbal zu behaupten. Dass sich die Liebesgeschichte schnell als Friends-to-Lovers-Trope herausstellt, hat mir zudem Lust auf sie gemacht.

Beziehungsdrama ja, jedoch nicht nur und nicht überdreht. Ohne zu viel verraten zu wollen, habe ich bemerkt, dass Sarah Saxx gekonnt einigen Klischees aus dem Weg gegangen ist. So liefert sie uns eine sehr schöne, emotionale Beziehung. Dass Matt und Brooke befreundet sind bzw. waren, konnte die Leserschaft schnell spüren und nachvollziehen. Dass sie mehr füreinander zu empfinden begannen, lässt sich ebenso verstehen. Jedoch nicht nur diese sich entwickelnde und die beiden auf die Probe stellende Beziehung bereichert die Geschichte. Auch nebenbei auftretende Beziehungen amüsieren uns während des Lesens. Insgesamt bereichert die Autorin ihren Roman mit liebevoll gestalteten Nebenfiguren.

Unsere Protagonist*innen nehmen uns durch ihre Augen mit und bringen uns ihre Gefühle gekonnt näher. Ich konnte ihre Ängste und jene Missverständisse nachempfinden, die sie auf Abstand halten. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen blieb mein gewohntes Augenverdrehen aus. Die Autorin fokussiert jedoch auch nicht zu stark die Liebesgeschichte, sondern liefert Nebenbaustellen, an denen ebenso gearbeitet werden muss. Besonders Brookes Behauptung und Ausgrenzung als Frau im Supercross kommt immer wieder ins Spiel. Sarah Saxx bringt viele interessante Details auf, kann diesen jedoch nicht mehr als eine Randfunktion bieten. Deswegen kam mir das Ende ein wenig zu schnell und glatt daher, auch wenn ich es nicht als unauthentisch empfunden habe. Angesichts der zahlreichen, vorherigen Reibungspunkte wurde die Geschichte jedoch etwas zu rund aufgelöst.

 

Mein Fazit

Schnell zu lesen, aber auch schnell mit Worten und auf ihrer Supercross-Maschine – Brooke wagt sich in männerdominierte Gefilde und vertraut ihren Instinkten. Doch wenn es darum geht, Matt ihr Herz zu öffnen, spürt sie ein Nervenkitzel, der ihr nicht geheuer ist. Inspirierend, unterhaltsam und gefühlvoll – voller Mut und Tatendrang.

 

 

 


Die Autorin:

Ihre Liebe zu romantischen Romanen brachte Sarah Saxx vor Jahren zum Schreiben. Seither hat die 1982 geborene Tagträumerin erfolgreich eine Vielzahl an Geschichten veröffentlicht, die tief im Herzen berühren und dieses gewisse Kribbeln auslösen. Sarah schreibt, liebt und lebt in Oberösterreich und verbringt ihre freie Zeit am liebsten mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und Labrador Buddy. Q

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