[Rezension] Die Dinge, die wir aus Liebe tun von Kristin Hannah *Rezensionsexemplar*

Wenn die Liebe uns fordert. Der vergebliche Wunsch nach einem Kind hat die Ehe von Angie und Conlan zerbrechen lassen. Nun kehrt sie zu ihrer Familie zurück, die in einem kleinen Ort am Pazifik ein Restaurant betreibt. Sie begegnet der jungen Lauren, die ohne jede Unterstützung darum kämpft, studieren zu können, und versucht, für das Mädchen da zu sein. Doch das birgt Konflikte in sich, mit denen keine der beiden gerechnet hätte. Und Angie kann ihre Gefühle für Conlan nicht vergessen … Ein bittersüßer Roman über das, was man manchmal loslassen muss, um lieben zu können.

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Was ich zu sagen habe…

Seit mehreren Jahren verfolge ich jede deutsche Veröffentlichung der Autorin. Seitdem hat mich keines ihrer Bücher wieder so zu Tränen gerührt wie Die Nachtigall, doch jedes einzelne konnte mich von sich überzeugen. Die Autorin schreibt von ergreifenden, persönlichen Herausforderungen, die vermutlich tausenden Frauen in ähnlicher Weise begegnen. Und doch verschafft sie uns mit berührenden Details und packenden Charakterzügen und -entwicklungen einmalige Leseerlebnisse. Dahingehend ist auch diese Lektüre keine Ausnahme. Sie konnte mich zutiefst rühren, jedoch nicht so intensiv mitreißen wie vorherige ihrer Werke.

 

Zwei Frauen – unterschiedlich und vom Schicksal füreinander bestimmt.

 

Angies Herz wurde bereits vor dem Beginn dieser Geschichte gebrochen, doch ihr Alltag bricht mit dem ersten Kapitel noch weiter auseinander. In Laurens Leben ist schon lange nichts mehr stabil, dafür muss sie bereits zu zeitig zu viel selbst bewältigen. Ihre Leben sind unterschiedlich und könnten sich doch wundervoll ergänzen. Doch Ängste und Zweifeln stehen ihnen beiden im Weg, obwohl sie sich an so verschiedenen Punkten ihrer Lebenswege befinden. Angie befand sich nie in einer vergleichbaren Situation und lernt doch durch Lauren, andere Perspektiven einzunehmen und ihren Blick zu erweitern. In der Heimat findet sie zu einer früheren, aber auch reiferen und gestärkteren Version ihrer selbst zurück, die nicht nur ihr eigenes Leben mit mutigen Entscheidungen bereichern kann.

Verschiedene Beziehungen rühren die Leserschaft ungemein und lassen uns das Buch in uns aufsaugen. Dabei nehmen wir den Schmerz und die überraschenden, schockierenden Wendungen ebenso sehnsüchtig in uns auf wie jene Momente der Geborgenheit und Hoffnung. Ich durfte viele Male schmunzeln und wohlige Wärme in meiner Brust spüren, aber auch mit diesen starken Frauen leiden, deren Schmerz und Träume uns durch Kristin Hannahs Worte verständlich gemacht werden. Die Autorin schafft nicht nur Kulissen, die uns ans Herz wachsen, sondern auch realistische und emotionale Konflikte, die es uns brechen. Zu guter Letzt weckt sie immer Hoffnung. Werden unsere Figuren ihre Ängste überwinden und neue Chancen ergreifen können? Versöhnen sie sich und klären Missverständnisse auf authentische und mitreißende Weise? Damit weiß mich die Autorin jedes Mal zu überzeugen.

 

Fazit

Die Geschichte zweier sehr verschiedener Frauen, deren Träume und Realitäten einander nicht gleichen und doch voller Liebe und Chancen sind. Kristin Hannah berührt erneut von der ersten bis zur letzten Seite und erzählt dazwischen von zwei starken Frauen, die an ganz unterschiedlichen Stellen in ihren Leben stehen und einander doch ergänzen.

 

 


Die Autorin:

Kristin Hannah, geboren 1960 in Südkalifornien, arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen der USA und lebt mit ihrem Mann im Pazifischen Nordwesten der USA. Nach zahlreichen Bestsellern waren es ihre Romane „Die Nachtigall“ und „Liebe und Verderben“, die Millionen von Lesern in über vierzig Ländern begeisterten und Welterfolge wurden.
Im Aufbau Taschenbuch liegen ebenfalls ihre Romane „Die andere Schwester“, „Das Mädchen mit dem Schmetterling“, „Die Dinge, die wir aus Liebe tun“ und „Die Mädchen aus der Firefly Lane“ vor. Q

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