[Rezensionsexemplar] Two Can Play. Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe von Ali Hazelwood

Spicy verzockt – wenn man vom Spiel der Liebe nicht lassen kann.

Es ist die Chance ihres Lebens. Viola Bowen darf ein Videospiel zu jener Buchreihe entwickeln, die sie liebt wie keine andere. Der Haken: Ihr Projektpartner ist ausgerechnet Jesse Andrews. Jesse, der diese merkwürdige Anziehungskraft auf sie ausübt. Und der ihr auf unverzeihliche Art klargemacht hat, dass er nichts mit ihr zu tun haben will. Viola hat nicht den geringsten Schimmer, warum. Dann werden die beiden von ihren Chefs zwecks Teambuilding zu einem gemeinsamen Ski-Ausflug geschickt. Frierend in einer abgelegenen Berghütte hocken – mit Jesse nebenan? Schönen Dank auch. Doch als der Schnee immer dichter fällt, merkt Viola, dass hinter seiner Zurückweisung mehr steckt als gedacht – und dass es womöglich gar nicht so kalt ist in den Bergen …

Quelle, Hörprobe, Kaufen

 

Eine neue Liebesgeschichte von Ali Hazelwood

Wann immer ich die Chance dazu habe, werde ich mich nur allzu gerne den nur allzu bekannten Tropes von Ali Hazelwood hingeben und diese aufsaugen. Ein wenig Rivals-to-Lovers, viel Misskommunikation, ein gelungenes Maß an Humor und Spice–da bin ich immer dabei. Zeitgleich dachte ich mir bei diesem Buch aber auch, dass alles recht bekannt vorkommt. Selbstverständlich dürfen wir neue Charaktere und ihre Geschichte kennenlernen, zugleich kommen uns der Handlungsverlauf doch recht bekannt vor. Ali Hazelwood hat einen Typ, ihre liebsten Tropes, und das ist durchaus schön zu lesen. Jedoch frage ich mich jetzt bereits, wie oft ich es noch lieben werde, dies zu lesen.

 

Eine kürzere Version des bekannten Verlaufs

Viola und Jesse lernen sich unverhofft kennen, da sie in derselben Branche arbeiten, doch obwohl von ihrer Seite Interesse besteht, fühlt sie sich von ihm gemieden. Zugleich kommt eine Art Konkurrenzdenken zwischen den beiden auf, da sie trotz ähnlicher Interessen nicht allzu gut miteinander zurecht kommen–obwohl natürlich zahlreiche Funken fliegen. Wobei… wie immer scheint der Protagonist eher apatisch, während wir durch die Perspektive der Protagonistin erleben, wie sie diese Verhalten irritiert und manchmal gar wütend macht. In dieser Version der bekannten Handlung arbeiten unsere Protagonist*innen in der Game Development Branche und werden gezwungen, ein Wochenende zusammen zu verbringen, um zu testen, ob ihre beiden Teams zusammen an einem Projekt arbeiten können. Dabei ist die Konkurrenz zwischen den beiden Firmen durchaus unterhaltsam, genau wie die zahlreichen Beziehungen, die sich dabei über Jahre entwickelt haben, sich aber nicht offenbaren wollen. Somit durften wir teils auch für andere Charaktere jubeln oder die Augen verdrehen.

 

Bekannt, aber immer noch schön

Trotz der Vertrautheit der Tropes und des Handlungsverlaufs habe ich diese Hörbuch, vertont von Viola Müller, sehr genossen und in kürzester Zeit ausgehört. Ich habe es genossen, die ersten und weiteren Begegnungen unseres zukünftigen Traumpaares zu erleben und sie auch auf professioneller Ebene vorwärts kommen zu sehen. Viel bewegender waren aber natürlich die Momente, in denen sie sich auf persönlicher Ebene eine Verbundenheit eingestehen und sogar davor, während wir erleben dürfen, wie ähnlich die beiden und ihre Prinzipien einander sind.

 

Fazit

Wer etwas Humorvolles und auch Romantisch-Prrickelndes für Zwischendurch sucht, bei dem wir uns nicht über den Ausgang oder auch nur die Zwischenschritte zu viele Gedanken machen müssen, der ist hier genau richtig. Unterhaltsam und genau in der Komfort-Zone von allen Leser*inenn von Ali Hazelwood.

 

 


Die Autorin:

Ali Hazelwood hat unendlich viel veröffentlicht (falls man all ihre Artikel über Hirnforschung mitzählt, die allerdings niemand außer ein paar Wissenschaftlern kennt und die, leider, oft kein Happy End haben). In Italien geboren, hat Ali in Deutschland und Japan gelebt, bevor sie in die USA ging, um in Neurobiologie zu promovieren und Professorin zu werden – was niemanden mehr schockierte als sie selbst. Ihr erster Roman »The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe« wurde auf TikTok zum Sensationserfolg und ist ein internationaler Bestseller, der mit Lili Reinhart und Tom Bateman verfilmt wird. Q

Die Sprecherin:

Viola Müller, 1990 in München geboren, ist Schauspielerin und Sprecherin. Sie studierte Schauspiel an der Anton-Bruckner-Universität Linz und war nach Abschluss des Studiums auf diversen Theaterbühnen und in einigen Filmproduktionen zu sehen. Seit 2016 arbeitet sie außerdem als Sprecherin und ist vor allem in den Bereichen Hörbuch, Synchron und Dokumentation tätig. Viola Müller lebt in Berlin. Q

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu