Hallo ihr Buchreisenden,
ganz Europa wird dieser Tage von einer intensiven Hitzewelle in die Knie gezwungen. Mir geht es dabei wenig besser als anderen, doch zumindest bin ich mehrmals schwimmen gegangen, um mich zwischen dem Arbeiten und dem Klettern. Außerdem habe ich letzte Woche meinen Geburtstag gefeiert, mich zweimal ins Kino begeben, ein Musical gesehen und auch zwei Bücher beendet. Dementsprechend habe ich heute einige Medien zu besprechen…
Was ich gelesen und gehört habe…
Da mein Freund auf einem Arbeitsretreat war, hatte ich meine wenigen freien Abende wirklich mal für mich und habe dann das eine oder andere Kapitel verschlungen. Nach beinahe einem Monat habe ich dann auch endlich einmal Neal Shustermans Gleanings. Stories aus dem Scythe-Universum beendet. Ich habe es sehr gemocht, wie die Geschichten uns eine große Bandbreite an Erfahrungen und Begegnungen geschenkt haben. Mehr darüber gesprochen habe ich in meiner kürzlich erschienenen Rezension.
Des Weiteren habe ich zwei Hörbücher ausgehört. Zuerst schloss ich Three Bags Full von Leonie Schwann ab, dann begann und beendete ich den vierten Band der Känguru-Chroniken, Die Känguru-Rebellion, von Marc-Uwe Kling. Beide Bücher machen Tiere zu ihren Hauptakteuren, wenn auch auf sehr verschiedene Art und Weise. Die Rezension zu Three Bags Full ist bereits erschienen. Jene zur Känguru-Rebellion erscheint hoffentlich am kommenden Sonntag!
Als nächstes begonnen habe ich Queen of Swords. Ein interaktives Romantasy-Rätselbuch von Gareth Moore und Sara Sehdev, welches ich von Riva Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Auf den Ohren begleitet mich derzeit Half His Age von Jennette McCurdy und die Setlist von The Wailers, die ich am kommenden Freitag live erleben werde.
Was ich angesehen habe…
Disclosure Day (2026)
Den neuen Steven Spielberg-Film wollte ich natürlich nicht verpassen, besonders nicht aufgrund des tollen Casts aus Emily Blunt, Josh O’Connor und Colin Firth. Bsonders die letzten beiden bekämpfen sich auf gewisse Weise darum, ob Informationen über außerirdisches Leben auf der Erde öffentlich gemacht werden sollen oder nicht, während Blunts Charakter sich unvermittelt mit unbegreiflichen Wissen und in diesem Konflikt wiederfindet. Die mysteriösen Züge dieser Verschwörung hat Steven Spielberg definitiv toll hinbekommen. Auch gab es einige packende und rührende Momente. Alles in allem war die Geschichte meiner Meinung nach aber nicht allzu originell und wurde weniger von den Science Fiktion-Elementen als von den Charakteren getragen.
Finding Emily (2026)
Bei diesem Film war ich mir wahrlich nicht sicher, ob ich ihn mögen werde oder nicht, doch alles in allem hatte ich eine gute Zeit. Der Hauptcharakter verliebt sich auf einer Party, erhält aber (vielleicht nur aus Versehen) lediglich einen Namen und eine Telefonnummer mit einer fehlenden Zahl. Daraufhin versucht er alles, um die Person wieder zu finden, was ihn schnell in den Mittelpunkt einer Diskussion über toxische Maskulinität und einem Skandal über die fehlende Sicherheit von Information weiblicher Studierenden führt. Einige sehr ernste Themen wurden hier mit einer Liebesgeschichte vermischt, was erschaunlichersweise (da wir die Geschichte größtenteils aus seiner Perspektive als auch aus der Perspektive der Person wahrnehmen, die sich in ihn verliebt) ganz gut funktioniert hat. Ich hatte Spaß beim Ansehen dieses Films und fand ihn trotz einiger sehr vorhersehbarer Momente recht überraschend und süß.
Little Big Things (Theater Carré Amsterdam, 20.06.2026)
Dieses Musical wurde mir in den letzten Wochen immer wieder empfohlen, doch erst auf die Einladung einer Freundin hin beschäftigte ich mich mehr damit. Was heißt, dass mir dank ihr ein Ticket angeboten wurde und ich mich fragen musste, ob ich diese haben möchte. Ich bin so froh, dass ich ja gesagt habe, denn ich habe die Vorstellung ungemein genossen. Es war vielleicht sogar die erste der Try Outs, mit einem nur halb gefüllten Saal, der ungemein begeistert von der Darbietung war. Das Storytelling war ebenso schön wie der Soundtrack und die Stimmen der Darstellenden. Die Geschichte über den 17-jährigen Rugby-Star, der sich nach einem Unfall im Rollstuhl wiederfindet und, ebenso wie seine Familie, mit den einhergehenden Veränderungen umgehen muss und einen neuen Sinn im Leben finden muss, hat mich gerührt und definitiv mit einem anderen Blick auf einige Veränderungen in meinem eigenen Leben blicken lassen. Falls ihr die Möglichkeit habt, dieses Musical (komplett in Englisch) in Amsterdam anzusehen, kann ich es auch nur empfehlen! Es sollte mehr solche wundervoll inklusive Musicals geben!
Wie ihr seht habe ich in den letzten zwei Wochen einige tolle Geschichten erfahren dürfen–entweder als Buch, Hörbuch, Film, oder sogar Musical. Ich hoffe, in den nächsten zwei Wochen ähnlich viele fantastische Erlebnisse zu haben wie in den vergangenen, aber vielleicht ein wenig weniger Schweiß dabei zu produzieren. Für diese Woche ist zwar wenig Lesezeit, dafür aber noch ein Kinobesuch und ein wenig mehr Bouldering geplant. Wie sich das alles mit der Hitze verträgt, berichte ich dann in zwei Wochen, dann bereits im Juli! Und dann möchte ich auf meinen Reisen hoffentlich auch mehr Bücher verschlingen!
Liebe Grüße, eure Sophia
