Hallo ihr Buchreisenden,
hat irgendjemand von euch mitbekommen, dass meine Sonntagsrezension erst am Montag erschienen ist? Ich hatte wahrlich ein paar volle Tage in den letzten zwei Wochen, von 11-Stunden-Schichten bis hin zu einer Party, die ich organisiert habe. Zwischendurch habe ich es zumindest geschafft, hin und wieder bouldern zu gehen und dabei einige Fortschritte zu machen. Auch in Sachen Bücher kann ich ein paar kleine Fortschritte verzeichnen, die ich euch hier aufführen möchte…
Was ich gelesen und gehört habe…
Auf erster Linie sind die Fortschritte leider etwas geringer. Dennoch habe ich es endlich geschafft, 30 Days, 10 Dates, 1 Drama von Lea Kaib zu beenden. Dieses Buch hat mich einfach nicht wirklich gepackt, aber zugleich genug interessiert, dass ich es nicht abgebrochen habe. Dass es mich mehr als einen Monat gekostet hat, um 270 Druckseiten zu lesen, sagt schon einiges aus… Im Anschluss möchte ich nun endlich Neal Shustermans Gleanings eine Chance geben.
Hingegen habe ich voller Begeisterung den zweiten Band der Lover Whilby-Trilogie von Kyra Groh ausgehört. Meine Rezension zu The Iced Caramel Coffee Agreement ist auch bereits am Montag erschienen. Im Anschluss begann ich mit dem zweiten Band von Anna Bennings neuer Reihe, To Love A God, der an den krassen Cliffhanger des letzten Bandes anschließt. Leider bin ich bisher noch nicht wieder allzu gut hineingekommen, obwohl ich bereits 25% gehört habe. Wenn alles nach Plan verläuft erhaltet ihr diesen Sonntag meine Rezension zu Lea Kaibs Buch und die Woche danach meine Meinung zu To Love A God. Was ich im Anschluss hören und lesen werde, teile ich euch in zwei Wochen mit…
Was ich gesehen habe…
The Sheep Detectives (2026)
Diesen Film habe ich mir mit meinem Cineville-Abonnement angsehen, von dem ich derzeit nicht allzu viel Gebrauch mache. Vermutlich kommt das ganz automatisch, wenn es draußen länger hell bleibt und die Tage geschäftiger werden. Nichtsdestotrotz wollte ich mit diesen Film nicht entgehen lassen. Zwar bin ich aufgrund seiner politischen Affiliation kein großer Fan von Hugh Jackman mehr, doch die Prämisse dieses Filmes hat mich doch von sich überzeugen können. Ein Schäfer, seine Herde, und wie sie seinen Mord auflösen. Dabei nimmt der Film größtenteils die Perspektive der Schafe ein und lässt uns an ihren mehr oder minder durchdachten Ideen teilhaben. Zudem sind einige weitere großartige Schauspieler*innen dabei, die uns mit einigen Plot Twists überraschen. Ich habe den Film sehr genossen und auch die Tierrechtsbotschaft sehr genossen.
The Devil Wears Prada 2 (2026)
Diesen Film hingegen habe ich nicht über mein Abonnement ansehen können und somit selbst bezahlt. Den ersten Film in 2006 habe ich irgendwann in meiner Jugend angesehen, habe aber keine speziellen oder emotionalen Erinnerungen daran. Umso gespannter war ich nun, wie mir diese Fortsetzung gefallen würde. Besonders gespannt und skeptisch war ich zu sehen, ob dieser Film besser altern würde als sein Vorgänger, der häufig Witze über das Aussehen oder die Körperproportionen von Frauen macht. Meiner Meinung haben sie in dieser Fortsetzung eine gute Balance dazu gefunden, indem sie nicht einfach alles ausgeblendet haben, was im ersten Film falsch gemacht wurde, sondern sich praktisch damit auseinander setzen. Nichtsdestotrotz behält der Film Miranda Priestleys Snarl und ihre Bitchiness, wenn man es so bezeichnen möchte. Ich hatte viel Spaß beim Ansehen und wurde speziell von Stanley Tuccis Rolle wieder sehr gerührt. (PS: Das Budget dieses Films muss gigantisch gewesen sein, wenn man sich die überraschenden Cameos ansieht.)
Wasteman (2026)
Eine der Hauptrollen dieses Filmes wird von Tom Blyth gespielt, den ich mittlerweile aus verschiedensten Produktionen als großartigen Schauspieler kennengelernt habe. Nichtsdestotrotz kam er hier meiner Meinung nach etwas kurz. Sein Charakter eines gewalttätigen Drogen-Straftäters war viel mehr eine Karikatur, die allein dazu dient, den eigentlichen Hauptcharakter als moralisch überlegen und schlussendlich als schlauer darzustellen. Dieser Teil der Geschichte hat mir leider gar nicht gefallen. Die Brutalität in diesem Film war teilweise schwer anzusehen, wirkt aber nichtsdestotrotz sehr realistisch in diesem Setting eines Gefängnisses. Wir fiebern wirklich mit dem Protagonisten und seiner potentiellen Freilassung mit, werden aber wirklich nur mit ihm wirklich vertraut gemacht.
Nine Perfect Strangers – Staffel 1
Die deutsche Ausgabe der Buchvorlage, Neun Fremde von Liane Moriarty, habe ich in 2020 gelesen und rezensiert. Ein paar Jahre später erschien diese Adaption, jedoch habe ich es erst jetzt geschafft, mir die erste Staffel anzusehen. Die Cast ist atemberaubend und präsentiert sich durch die acht Folgen hindurch als meisterhaft. Zugleich schafft es die Serie, uns zu rühren, aber auch uns gespannt zu halten. Für eine ganze Weile lauert die Gefahr unter der Oberfläche und wir sind uns ihrer bewusst, können sie aber nicht identifizieren. Besonders bewegt haben mich die zwischenmenschlichen Beziehungen, die hier Stück für Stück Gestalt annehmen, und wie wir mehr über die Vergangenheiten der unterschiedlichen Charaktere erfahren. Zudem thematisiert das Buch und die Serie Verlust in verschiedenen Weisen und zeigt, wie unsere Figuren einen Neustart wagen. Das Ende ist bittersüß mit einem Blick in die Zukunft, der sehr wahrscheinlich aber nur der Fantasie einer Figur entspricht. Ich bin skeptisch, aber auch gespannt, was in der zweiten Staffel geschehen wird.
Ich hoffe, meine Cineville-Karte trotz des schöner werdenden Wetters noch mehrfach im Monat benutzen zu können. Zudem möchte ich am Lesen dran bleiben, zumindest wenn ich auch nur eine halbe Stunde vorm Schlafengehen dazu komme. Mit dem Hörbuchhören klappt es zumeist besser, da ich viel mit dem Fahrrad unterwegs bin und mich dabei gerne von packenden Geschichten unterhalten lasse. In zwei Wochen hört ihr mehr dazu, wie mir diese Pläne gelungen sind. Auch wünsche ich wie immer ebenfalls ein paar wundervolle Lesestunden!
Liebe Grüße, eure Sophia
