Es ist Liebe. Es ist Krieg. Es ist Scarletts und Dantes Geschichte.
Scarlett hatte schon immer große Träume. Ihr Ziel war Hollywood.
Aber in ihren wildesten Träumen hätte sie sich nicht ausgemalt, dass sie
mit 28 Jahren pleite sein und in 10.000 Meter Höhe Drinks servieren
würde. Sie war nichts als eine bessere Kellnerin über den Wolken. Und
eines Tages saß er da, durchbohrte sie mit seinem heißen Blick und
bestellte einen Gin Tonic. Es war Jahre her, seit sie ihn gesehen, seit
er sie geliebt hatte. Dante wollte sie. Wieder. Und sie ihn. Sie würde
mitspielen … aber dieses Mal war er an der Reihe. Sie würde IHN brechen.
Denn letzten Endes ist Liebe Krieg. Q (Werbung)
R. K. Lilley, Heyne Verlag, Band 1
352 Seiten, 36 Kapitel, Taschenbuch
12,99€, ISBN: 978-3-453-58055-8
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R.K. Lilley

schreibt, seit sie denken kann. Um ihre Rechnungen bezahlen zu können,
hat sie unter anderem viele Jahre lang als Stewardess gearbeitet. Ihr
war schon lange klar, dass sie eines Tages darüber schreiben würde. LOVE
IS WAR ist ihre erste Serie bei Heyne. Q (Werbung)

Meine Meinung

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, als es damals erschienen ist, doch dann lag es noch einige Wochen auf meinem SuB, bevor ich es schließlich mit der Autorin und Freundin Sarah Saxx zur Hand nahm und wir es gemeinsam bewältigten. Die Begeisterung, die ich zu seinem Erscheinungstermin verspürt hatte, kehrte schnell zurück, denn der Anfang des Buches gestaltete die Autorin sehr interessant und baut damit sofort Spannung auf. Wir lernen Scarlett und Dante aus IHRER Sicht kennen, was unweigerlich dazu führt, dass wir nur ihr Bild von ihm bekommen, sicher nicht sein wahres Gesicht. Und das ging mir sehr schnell auf den Geist.

„[…] – dann wäre es mir lieber, wenn du betrunken bist. Dann bist du umgänglicher.“
„In Ordnung.“
„Und cleverer.“
„Echt?“
Nein. Das war eine Beleidigung, du Arsch.
– Scarlett und Dante, S.22

 

Dante wirkt im Gegensatz zu Scarletts Worten und Gedanken überhaupt nicht bösartig oder gemein, nicht einmal so, als wolle er dieses Spiel, welches sie angeblich immer spielen, wenn sie aufeinander treffen – dass sie sich gegenseitig bekriegen -, überhaupt nicht spielen. Wir bekommen wirklich nur sehr wenige Argumente, die ihren Hass auf ihn rechtfertigen oder stützen. Und das tat mir am aller meisten Leid an. Die Spannung zwischen unsere Protagonisten ist unverkennbar und in der Mitte des Buches habe ich wirklich gehofft, dass sie ihre Vergangenheit, die dem Leser auch Stück für Stück in Flashbacks gezeigt wird, überwinden und begraben und eben noch einmal von vorne beginnen können. Doch gerade als ich dies hoffte, begann das Buch vollends zum Erotikroman zu mutieren und kam aus diesem Schema nicht mehr heraus.

„Ich glaube sehr wohl an die Liebe. Ich glaube, dass sie die zerstörerischste Kraft der Welt ist.“
– Scarlett, S.126

 

Die letzten 100 Seiten haben mich wirklich fertig gemacht. Mag sein, dass die Sexszenen unterhaltsam und prickelnd geschrieben sind, doch Sinn ergeben sie deswegen noch immer nicht für mich. Dante und Scarlett waren auf dem besten Weg in mein Herz und haben sich dann leider verirrt – oder sind in ihrem Sexrausch abgetriftet. Einzig die Unterhaltung zwischen Scarlett und Bastian, Dantes Halbbruder, und ihre Auseianandersetzung mit Tiffany, Dantes Ex-Verlobten, unterbrachen diese Orgie.

„Ja, Scarlett. Natürlich. Wir sind zusammen. Wir waren schon immer zusammen.“
– Dante, S.194

 

Neben Dante, der sich aber am Ende auch ein wenig zwischen dem ganzen Drama verloren hat, mag ich vor allem Scarletts Freundinnen und ihren Schauspielkameraden Anton, die leider alle nur einen kurzen Auftritt hatten. Auch über Bastian hätte ich gerne noch mehr erfahren. Was ich weiterhin an diesem Buch loben kann – eines der wenigen Dinge – sind die Zitate, die den Anfang von jedem Kapitel zieren und mich nicht nur einmal schmunzeln ließen – Weisheiten fürs Leben und den Tod vom Feinsten.
„Sei nicht überrascht, wenn eine nackte Frau mit der Figur eines vierzehnjährigen Knaben heute Nacht in sein Bett schlüpft.“
[…] „Das bereitet mir nicht allzu viel Kopfzerbrechen. Ich hatte nicht vor, heute Nacht in meinem eigenen Bett zu schlafen.“
[…] „Zum Glück hat mein Zimmer ein sehr gutes Schloss.“
Sein Grinsen wurde noch breiter. „Gut, dann wird uns ja niemand stören.“
– Scarlett und Dante, S.243 

Scarletts Vergangenheit mag wirklich tragisch sein, dennoch konnte ich ihre Entwicklung bis zum Erwachsenenalter nicht wirklich nachvollziehen. In den Flashbacks mag ich sie wirklich sehr, auch wenn diese immer skurriler wurden. Auch Dantes Beschützerinstinkt gefällt mir in ihnen bedeutend besser als in der Gegenwart. Leider hat es sich nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Haupthandlung dieser Geschichte nach kurzem Gleichgewicht wieder in dem Klischee eines Erotikromans verloren, was ich wirklich sehr schade finde. Da konnte auch der extrem frag- und merkwürdige Cliffhanger nichts mehr heraus holen.

Fazit:

Ob ich den zweiten Band dieser Trilogie lesen werde, ist bisher noch unklar. Sicher wird er einige Fragen, die ich mir jetzt noch stelle, klären können, gleichzeitig bezweifele ich jedoch, dass die Autorin so schnell aus den Makeln in diesem Buch lernt. Ich habe während des Lesens viel Potenzial gesehen, welches aber schnell wieder verspielt wurde.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Verlag!Liebe Grüße, eure Sophia

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