[Rezension] My Dead Sister’s Love Story von Lea Melcher

Manchmal musst du alles verlieren, um zu erfahren, was es dir bedeutet…
Antonias große Schwester Zoe war immer die Coole, die von allen bewundert wurde. Sie war es, die sich über Regeln hinwegsetzte und für ihre Überzeugungen eintrat. Doch nun ist sie tot, gestorben bei einem Autounfall. Für Antonia bricht eine Welt zusammen. Alles, was ihr bleibt, ist ein Tagebuch, von dessen Existenz sie bisher nichts ahnte, und das Bewusstsein, dass sie ihre Schwester nie wirklich gekannt hat. Wie kann es sein, dass der Wagen ungebremst gegen einen Brückenpfeiler krachte? Und was verband Zoe mit Max, dem angesagten Musiker, der mit ihr im Auto verunglückte? Zusammen mit Theo, Max’ geheimnisvollem jüngeren Bruder, macht sich Antonia auf die Spur einer verborgenen Liebesgeschichte – und dabei erfahren beide mehr über sich, als sie jemals für möglich gehalten hätten… Q (Werbung)

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Lea Melcher

hat ihren ersten Roman im Alter von 14 Jahren veröffentlicht. Seitdem kann sie sich nicht für eine Gattung entscheiden: Sie schreibt, illustriert und fotografiert, am liebsten alles auf einmal. Bei ihrem Studium an der Sorbonne in Paris und in den USA sammelte sie mehr Ideen, als sie jemals in Bücher packen könnte. Nebenher arbeitet sie als Journalistin fürs Fernsehen und streichelt ihre Katze Dino. Q

 

Meine Meinung

Dieses Buch habe ich bereits kurz nach Erhalt begonnen, aufgrund von universitärem und privatem Stress aber einige Wochen, wenn nicht gar Monate mit mir herumgeschleppt. Dabei hat mich der Anfang des Buches und die Gefühle, die bereits die ersten Kapitel in mir geweckt haben, die ganze Zeit über nicht losgelassen. Als jüngere von zwei Schwestern konnte ich mich viel zu gut mit Antonia identifizieren. Ich – wie sie – bin die Verantwortungsbewusste, um die man sich keine Sorgen machen muss, während die größere Schwester um die Häuser zieht. Und dadurch ging mir diese Geschichte über eine ums Leben gekommene ältere Schwester und den jüngeren zurückgebliebenen Part des Gespanns ziemlich an die Nieren. Während des Lesens hat die Spannung und das Gefühl der Vertrautheit und zugleich der Trauer über das gesamte Buch hin nicht nachgelassen, weswegen es wirklich sehr tragisch ist, dass ich mir die Zeit nicht nehmen konnte, es an einem Stück zu lesen. Trotz all der Emotionen muss ich jedoch nach den letzten Seiten sagen, dass es mich doch nicht – wie zu erwarten war – umgehauen hat. Ich kann nicht einmal genau in Worte fassen, was mich nicht genau überzeugen konnte, denn sowohl das etwas offene und doch recht endgültige Ende, als auch keine der Figuren hat mich gestört oder aufgeregt. Ich vermisse, so scheint es mir fast, lediglich den Nachhall, den ein so tiefgründiges Thema nach sich ziehen sollte. Dahingegen glaube ich, recht schnell und gut mit Toni und Theo abschließen zu können, obwohl ihre Geschichte noch lange nicht zuende scheint und auch nicht sein sollte.

Sowohl Toni, als auch Theo mochte und verstand ich nur allzu gut nach allem, was sie durchgemacht haben. Vor allem unsere Protagonistin zeigt daraufhin einige Entwicklungen auf, die ich voller Spannung und teils mit Bewunderung, teils schockiert verfolgt habe, und die sich immer weiter um das Tagebuch und die damit verbundene Vergangenheit ihrer großen Schwester Zoe zuspitzen. Das Gefühl des Verlusts ist in diesem Buch allgegenwärtig, sodass ich keine von Antonias Entscheidungen oder Aktionen als überdramatisch abtun würde, viel mehr habe ich es genossen, sie auf ihrem Weg zu einer eigenständigen und auch ein wenig rebellischen Person begleiten zu können. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass Toni sich zwar stark weiter entwickelt hat, die Autorin dies aber noch deutlicher hätte machen und Tonis Wachstum stärker betonen können. Aber das ist wirlich Geschmackssache, denn an und für sich gibt es an diesem Buch wirklich – wie bereits gesagt – nichts auszusetzen.

 

Fazit:

Alles in allem ist dieser Jugendroman, der sich mit Themen wie Verlust und dem Erwachsenwerden auf besonders eindringliche Weise beschäftigt, äußerst gelungen und konnte mich in vielerlei Hinsicht mitnehmen und berühren, wird mich aber entgegen meiner Erwartung im Anschluss nicht mehr großartig beschäftigen, was den einen vielleicht freut, mich aber leider etwas enttäuscht.

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Lea Melcher und impress.

Liebe Grüße, eure Sophia

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