[Rezension] L.A. Guards: The Hunter von Amélie Duval

Ein Blick aus hübschen Mandelaugen kann mörderisch sein. Das muss Logan erfahren, als er versucht, hinter Joy Lins kühler Fassade zu blicken. Seine Kollegin bei der Bodyguard-Agentur Cerberus umgibt ein Geheimnis, das spürt er. Aber so sehr er sich auch bemüht, dahinter zu kommen, ihre Panzerung ist undurchdringlich. Als er Joy eines Tages bei einem Einbruch erwischt, sieht er seine Stunde gekommen. Er ist bereit zu schweigen, aber das hat seinen Preis. Denn bei Logan Bradley gibt es nichts umsonst …
Dann überschlagen sich die Ereignisse, und was als sinnliche Verführung begann, wird bald ein Kampf um Leben und Tod!

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Meine Meinung

Dieses Buch musste viel zu lange auf meinem SuB versauern, nachdem mir die ersten drei Bände der L.A. Guards – Reihe doch wirklich gut gefallen hatten. Deswegen wählte ich wohl auch dieses Buch statt zwei anderer, als ich mir mal wieder ein eBook vornehmen wollte. Leider habe ich schnell gemerkt, dass sich entweder mein Geschmack oder mein Blick auf Bücher im Allgemeinen wohl stark verändert hat und gar kritischer geworden ist. Nach nur einigen Seiten, sicher aber nach wenigen Kapitel, wurde mir klar, dass mich dieses Buch nicht von sich überzeugen können würde, denn mir hat vielfach die Tiefe gefällt. Des Weiteren kommt es zu so einem krassen Umschwung im Gefühlswesen der beiden Protagonisten, dass ich diesem nicht folgen konnte. Und zu meiner Enttäuschung wurde dieser auch nicht von den Charakteren selber thematisiert.

Logan und Joy sind Bodyguards bei Cerberus, einem äußerst renommierten und pflichtbewussten Unternehmen, sodass man meinen könnte, sie seien ausgebildet und für ihren Job qualifiziert. Doch bereits nach einigen Seiten wird klar, dass sie das nicht sind. Was Joys Vergangenheit anbelangt, konnte ich dies sogar nachvollziehen, aber was ihre eben nicht verständlichen Gefühle füreinander anbelangt, war dies sehr schwer für mich. Auch ihre Gedanken angesichts ihres Berufsumfeldes, aber auch ihrer Zusammentreffen sind meines Empfindens nach mehr als unangemessen. Wäre ihr beruflicher Hintergrund nicht gegeben, dann bliebe zwar immer noch der Zwiespalt in ihren Gefühlswelten, aber zumindest wäre es dann weniger chaotisch, wie sie zwiegespalten aufeinander reagieren –  jedoch eben nicht mehr auf süße, romantische Art und Weise, sondern einfach nicht authentisch.

Die Handlung an sich, abgesehen von dem schwer nachvollziehbaren, emotionalen Umschwung zwischen unseren Protagonisten, ist leider auch recht vorhersehbar. Die Autorin betont einige Aspekte zu sehr, womit sie dem Leser das Infragestellen dieser sozusagen auf die Nase bindet und der Handlung voraus greift. Auch empfand ich die Charaktere, vor allem die Protagonisten nicht sonderlich dreidimensional. Sie haben ihre Hintergrundgeschichte, aber selbst ihre Leidenschaften scheinen nur da, um sie irgendwie zu schmücken, werden aber nicht weiter ausgefeilt oder in die Handlung eingebracht.

 

Mein Fazit

Leider konnte mich dieser vierte Band der L.A. Guards – Reihe nicht von sich überzeugen. Die Charaktere sind nicht authentisch und an ihrer Beziehung konnte ich nur wenig Freude finden, ebenso war die Handlung etwas zu vorhersehbar und wenig überraschend.

 

Amélie Duval

Französischstämmige Autorin, weit vor der Zeit von Handys und Computern geboren, schreibt seit vielen Jahren Romane im Bereich Romance und Fantasy. Nun verfasst sie auch Geschichten, in denen große Gefühle mit einer ordentlichen Portion Erotik gewürzt werden. Weil die Mischung für ihren Verlag zu scharf ist, hat sie beschlossen, sie unter dem Pseudonym Amélie Duval (Amélie ist der Name ihrer verstorbenen Großmutter) im Selfpublishing zu veröffentlichen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund in einem Haus aus der Jahrhundertwende mit Garten und einer Laube, wo sie am liebsten sitzt und schreibt. Nach fast 20 Jahren Ehe ist Amélie Duval immer noch in ihren Mann verliebt – und in die Liebe. Q

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