[Hörbücher] In anderen Körpern

Mythos Academy. Frostkiller – Jennifer Estep

Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber niemand weiß auch besser als Gwen Frost, dass sie keine Wunderwaffe ist – nur das komische Gypsymädchen, über das alle heimlich lästern. Zwar hat sie ihre Psychometrie, ihr sprechendes Schwert Vic, ihre Freunde und vor allem den Spartaner Logan Qinn an ihrer Seite, doch Gwen wird von Vorahnungen ereilt, und die verheißen nichts Gutes. Aber für Selbstzweifel bleibt keine Zeit, als einer der ihr wichtigsten Menschen in Lebensgefahr gerät. In Gwen erwacht eine brennende Entschlossenheit – sie ist bereit, alles zu geben. Und wenn es sie das Leben kosten sollte …

Quelle, Leseprobe, Kaufen (Werbung)

 

Meine Meinung

Gerade mal Anfang 2020 habe ich mit dieser sechsbändigen Reihe begonnen und nun, sogar bereits im Mai, den finalen Band gelesen und ins Herz geschlossen. Während mich der erste und zweite Band noch nicht besonders von sich überzeugen konnte, habe ich danach spüren können, wie die Autorin sich von Buch zu Buch steigert, ihre Protagonistin wachsen lässt und es auch selber vermag. Der Schreibstil wurde besser, die Handlung noch etwas verzwickter, aber dennoch in guten Maßen spannend und aktiv, sowie ruhig und emotional. Manchmal trafen beide Welten auch – wie hier im großen Finale – aufeinander. Gwen und ihre Freunde stellen sich dem letzten, großen Showdown gegen die Schnitter unter Lokis Kommando und beweisen damit noch ein letztes Mal, wie mutig, stark und standhaft in ihrer Freundschaft und Liebe sie sind. Alles beginnt hier mit ein paar Artefakten und ihren mythologischen Geschichten, die, wie wir aus den letzten Bänden bereits wissen, immer eine große Rolle im Endeffekt spielen, und endet mit packenden Kampfszenen, inneren, wie auch äußeren Konfrontationen und vielen Emotionen. Eine Wendung im Geschehen fand ich persönlich etwas zu überspitzt, zumindest in sofern, dass sie unnötig lange unbenannt blieb und wohl überraschen sollte, dies jedoch nicht wirklich konnte. Dennoch habe ich diesen letzten Band in all seinen Zügen genossen – vor allem, da all unsere Helden noch einmal zusammen kommen und Seite an Seite, jeder auf seine besondere Art, ihr Bestes gegen den bösen Gott und seine Untertanen geben.

 


 

Letztendlich sind wir dem Universum egal – David Levithan

Kann man jemanden lieben, der jeden Tag ein anderer ist?

A hat keine Freunde, keine Familie, kein Zuhause – und keinen eigenen Körper. Er ist nie länger als einen Tag dieselbe Person. Mal männlich, mal weiblich taucht er in die unterschiedlichsten Leben ein. Das ist sein Alltag, etwas anderes kennt er nicht. Doch dann lernt er Rhiannon kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Und auf einmal wünscht er sich mehr Kontinuität, als das Universum ihm zugesteht.

Ein herausragendes, magisches Hörbuch für alle, die die Sehnsucht nach der ganz großen Liebe kennen.

Quelle, Leseprobe, Kaufen (Werbung)

 

 

Meine Meinung

Als ich die Verfilmung vor einigen Monaten gesehen habe, war ich bereits hin und weg von dieser Geschichte und den vielen Themen und Ebenen des menschlichen Lebens, vor allem von Teenagern, die sie aufgreift. Im Buch wurde das alles natürlich noch einmal um einiges intensiver. Die Idee hinter diesem Buch ist unheimlich originell und wirft unheimlich viele Fragen auf, die Stück für Stück aufgegriffen und eingebunden werden. Zugleich starten wir aber auch unvermittelt im Geschehen, erleben mehrere Tage mit A und lernen ihn/sie unheimlich gut kennen, was die Fertigkeiten des Autors zeigen – immerhin hat A keinen eigenen Körper. Alles was ihn/sie ausmacht, kommt aus seinem/ihren Inneren. Vor allem in diesem Pride Awareness Month finde ich die gesamte Thematik darum, in welchem Körper man sich befindet und als was man selber sich fühlt, äußert ansprechend. Doch mit diesem Problem, mit dem sich weltweit viele Menschen konfrontiert sehen, endet die Tiefe dieser Geschichte natürlich nicht. An As Seite dürfen wir nicht nur Rhiannon ins Herz schließen und uns ein wenig in sie verlieben, sondern Einblicke in so viele verschiedene Leben erhalten. Mit A tauchen wir ein in die Leben von Menschen mit verschiedenen Sexualitäten, sozialen Verhältnissen, Hautfarben, Körperformen, mentalen Zuständen etc. und keiner von ihnen lässt die Leser kalt, manche jedoch haben es geschafft, mir Tränen aufkommen zu lassen. Die Probleme und Ängste, mit denen sich Jugendliche auseinander setzen müssen, sind so ungemein und fantastisch thematisiert, selbst wenn man sein Leben lang nur einen einzigen Körper besetzt. Aber mit A dürfen wir zugleich auch erfahren, bzw. uns vor Augen führen lassen, wie glücklich wir uns von Zeit zu Zeit auch fühlen dürfen, einfach da wir unser Leben haben und manche Tage vollkommen sorgenfrei erleben dürfen. Das Buch bereitet eine so vielschichtige Aufbereitung verschiedenster Leben, das es mir gerade deswegen unheimlich ans Herz gewachsen ist über die neun Stunden des Hörens. Noch dazu kommt natürlich die berührenden Gefühle, welche A für Rhiannon entwickelt hat und wie diese ihn/ihr in die Quere kommen, ihm/ihr aber zugleich zeigen, was es heißt, er/sie zu sein. Das Ende hat mich schlussendlich zutiefst ergriffen, wie es auch einige Kapitel zuvor nur allzu gut vermochten, und wird mich gewiss noch eine Weile beschäftigen.

 


 

Liebe Grüße, eure Sophia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu