[Rezension] Verliebt in Eden Bay 7: Ein bisschen Freiheit, bitte! von Saskia Louis

Allison Stone weiß nicht, was ihr Problem ist.Seit dem Tod ihres Vaters endet alles, was sie anfasst, im Chaos. Die Künstlerin will in Eden Bay endlich einen Neuanfang wagen, doch die Vergangenheit klebt an ihr wie Honig. Die einzige Ablenkung, die sich ihr bietet, ist Carter.Carter, der aus unerfindlichen Gründen nicht mit ihr befreundet sein will, und sie mit jeder seiner einsilbigen Antworten auf die Palme bringt …Carter Ashcroft weiß, was sein Problem ist.Dem Ex-Marine sind nur zwei Dinge in seinem Leben wichtig: Seine Selbstbeherrschung und seine Ruhe. Allie nimmt ihm beides.Wie soll er die Klappe halten, wenn die kleine Blondine ihn immer wieder provoziert? Und wie soll er seine Beherrschung bewahren, wenn er ein paar sinnvolle Wege kennt, sie zum Schweigen zu bringen? Es wäre wirklich besser, ihr aus dem Weg zu gehen. Dumm nur, dass sie plötzlich bei ihm arbeitet …

Quelle, Hörprobe, Kaufen

 

Was ich zu sagen habe…

Auf der Suche nach einem neuen Hörbuch bin ich mal wieder über einen weiteren Band der Eden Bay-Reihe gestolpert. Ich habe sie immer nur wage im Blick und bin jedes Mal erstaunt, wenn bereits ein neues Buch erscheint. Umso mehr freue ich mich darüber, es zu entdecken und zu verschlingen. Auch in diesem Fall kam die Freude und Unterhaltung mit nur wenigen Minuten zurück. Saskia Louis ist meiner Meinung nach eine Königin der grandiosen Einstiege. Sie bringt uns ihre Charaktere in wenigen Momenten unglaublich nahe – mit Humor und Tiefe zugleich. In den ersten beiden Kapiteln dürfen wir uns ein unglaublich breites Bild unserer neuen Protagonist*innen machen, sie danach aber noch mehr kennen- und lieben lernen.

Saskia Louis arbeitet einige Klischees wundervoll in ihre Bücher ein, doch gibt uns wirklich nie das, was wir erwarten. So spielt sie auch in diesem Band mit dem bekannten Enemies to Lovers-Trope, doch dem typischen Muster verfällt sie nicht. Dafür sind unsere Protagonist*innen zu eigensinnig, zu individuell, ihre Hintergrundgeschichten zu originell. Carter und Allie sind uns nicht vollends fremd, doch ihr erstes Aufeinandertreffen wird uns rückblickend geschenkt. Dann entfalten sie sich unabhängig voneinander, aber auch gemeinsam in unglaublich unterhaltsamer, lesenswerter Weise. Familiäre Probleme spielen dabei ebenso sehr eine Rolle wie ihre individuellen Selbstbilder – auf beiden Ebenen konnten mich die Charaktere ergo die Autorin für die Geschichte gewinnen.

 

Aus Begegnungen werden Gespräche, aus Zwiespalt werden Körperprivilegien und gar mehr.

 

Während wir Allie und Carter dabei zusehen, wie sie sich annähern, unterhalten uns auch bereits bekannte Gesichter. Eines der schönsten Details dieser Reihe ist und bleibt die fantastische Dynamik aller Charaktere. Wir erleben Paare der letzten Bände zusammen und dürfen uns auch die ersten Auseinandersetzungen potenziell zukünftiger Pärchen erschließen. Jeder einzelne Charakter hat Form und Inhalt und agiert auf wundervolle Weise mit anderen. Humor und Emotionen bleiben dabei nie auf der Strecke. Zu sehen, wie unsere neuen Figuren ankommen und willkommen geheißen werden, erfüllt mich mit so viel Liebe und Hoffnung. Natürlich ist nicht alles Friede und Freude, aber unsere Charaktere finden immer irgendwo Gleichgesinnte, schlussendlich aber auch Stärke und Mut in sich selbst.

 

 

Fazit

Während Allie gerne mir Worten reizt, sagt bei Carter ein Blick mehr als tausend Worte. Ein weiterer grandioser Verliebt in Eden Bay-Band, der mich mit Humor, Teamgeist, aber vor allem persönlichen Offenbarungen und Gefühl durch die Seiten bzw. Minuten getragen hat. Das Ende kam wie immer viel zu schnell – und das ist in diesem Fall ein großes Lob!

 

 


Die Autorin:

Saskia Louis kam 1993 mit einer Menge Fantasie zur Welt, die sie seit der vierten Klasse nutzt, um Geschichten zu schreiben. Zusammen mit ihren älteren Brüdern wuchs sie in der Kleinstadt Hattingen auf und über die Jahre hat sie ihr Zuhause in unterhaltsamer Frauenliteratur und Fantasy gefunden. Heute wohnt sie in Köln und wünscht sich, dass Menschen mehr singen als schimpfen würden. Ihr größter Traum ist es, den Soundtrack zu der Verfilmung eines ihrer Bücher zu schreiben. Q

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu