[Rezension] Psy Changeling 16: Age of Trinity – Silbernes Schweigen von Nalini Singh

Kontrolle, Präzision und Familie – das sind die drei Pfeiler, auf denen die Mediale Silver Mercant ihr Leben aufgebaut hat. Für Chaos, Emotionen und Leidenschaft ist kein Platz. Aber all das verkörpert Valentin Nikolaev, Alpha der StoneWater-Bären für die kühle Mediale. Und obwohl sie ihm einen Korb nach dem anderen gibt, lässt sich der charismatische Gestaltwandler nicht beeindrucken und flirtet bei jeder Begegnung unverhohlen mit ihr. Doch als ein Anschlag auf Silver verübt wird, bei dem sie fast stirbt, ist Valentin ihre einzige Zuflucht…

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Was ich zu sagen habe…

Eine neue Ära bricht an in diesem sechzehnten Band. Ja, sechzehn Bände hat die Autorin bereits geschrieben und uns in ihnen eine außergewöhnliche Welt immer näher gebracht. Nach fünfzehn Bänden fragen sich einige durchaus, was jetzt noch kommen soll, wie Nalini Singh uns noch überraschen will. Doch die Schriftstellerin hat offensichtlich noch nicht all ihre Ideen verspielt und aufgeschrieben. Mit einem etwas neuen Setting, einem vollkommen neuen Rudel und auch neuen Feinden überrascht und unterhält sie uns wie gewohnt.

Der englische, aber auch der deutsche Titel dieses Bandes ist wohl mein bisher liebster. Ich mag einfach das Wortspiel darin ungemein und war dieser neuem Geschichte somit vermeintlich offener gegenüber. Zudem beginnt sie mit einem sehr entschlossenen, zur Unwerbung bereitem Bären und einer uns bereits bekannten, aber noch nicht sehr vertrauten Medialen. Silver haben wir in ihrer Effizienz an Calebs Seite erleben dürfen, doch nun lernen wir sie zunehmend von einer neuen, emotionalen Seite kennen. Von daher gibt es nicht viel Neues, auch das Zeugenschutzprogramm-Muster ist nicht unbekannt. Dennoch bringen unsere Protagonist*innen eine bewegende, unterhaltsame Chemie mit sich. Ihre Beziehung konnte mich auf jeden Fall von sich überzeugen.

 

Doch nicht nur die Beziehung zwischen den Hauptfiguren überzeugt.

 

Gestaltwandler kennen wir als gefühlsbetonte Wesen, doch die Bären und ihre offenen Zuneigungsbekundungen habe ich wenn gar noch mehr ins Herz geschlossen als die Leoparden und Wölfe. Auch wenn es ein wenig schade ist, die anderen Rudel nicht mehr zu erleben, genieße ich den frischen Wind, der uns nun begegnet. Auch der russische Flair, der die Figuren umgibt, hat mir gefallen und mich amüsiert. Nicht zuletzt hat eine ganz neue Familiendynamik das Buch bestimmt. Valentin und seine Schwestern, die Taten seines Vaters, das Fortbleiben seiner Mutter – all diese sorgen für emotionale Szenen. Zugleich amüsieren und unterhalten die Neckereien und Zärtlichkeiten innerhalb der Familie und des Rudels. Umso mehr fürchten wir darum, dass jemand dieses Glück auseinanderreißt. Die Gefahren lauern überall und ziehen sich von diesem ersten Band einer neuen Ära in die folgenden Bücher, welche ich mit Spannung verfolgen werde.

 

 

Fazit

Auf vielen Ebenen ist dieser Band nichts Neues, doch zugleich eine weitere, wundervolle Geschichte zwischen Gefühl und Vernunft, Rationalität, Loyalität und Aufopferungsbereitschaft. Valentin und Silver ergänzen einander und das bis so tief in ihnen, dass selbst die stärkste Konditionierung sie nicht voneinander fernhält.

 

 


Die Autorin:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen, mit denen sie regelmäßig auf die internationalen Bestsellerlisten gelangt. Q

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