[Rezension] Bloodlines 3: Magisches Erbe von Richelle Mead

Autor: Richelle Mead
Verlag: Egmont LYX
Seiten: 400
Kapitel: 25
Format: Broschiert
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3802588372
Kaufen: hier
Leseprobe
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Der Klappentext:

Sydney Sage fühlt sich hin und her gerissen
zwischen ihren Verpflichtungen als Alchemistin und dem, was ihr Herz
begehrt. Da begegnet ihr der rebellische Marcus Finch, ein ehemaliger
Alchemist, der mit seiner Herkunft gebrochen hat. Er will Sydney
überzeugen, seinem Beispiel zu folgen, doch das ist leichter gesagt als
getan. Q
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Die Autorin:

Richelle Mead wurde in Michigan geboren. Sie hat Kunst, Religion und
Englisch studiert. Mit der Succubus-Serie und ihrer Jugendbuchserie
Vampire Academy gelang ihr der Sprung auf die internationalen
Bestsellerlisten. Q
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Meine Meinung zu diesem Roman:

Von allen Büchern, die im Deutschen bereits von Richelle Mead erschienen sind, ist dieses Cover das schönste. Es sieht unheimlich toll aus, findet ihr nicht auch? Aber eigentlich finde ich ja alle schön …
Da ich schon sehr, sehr lange eine sehr, sehr gute Meinung von Richelle Mead habe, war ich total gespannt, wie mir der dritte Teil der Bloodlines – Reihe gefallen würde. Enttäuscht hat die Autorin mich nicht, jedoch denke ich, hat sie auch nicht ihr ganzes Reportoire ausgeschöpft hat.

An Sydney, der Protagonisten, habe ich wirklich nichts auszusetzen. Auch wenn sie keine Rose Hathaway ist, ist sie trotzdem unheimlich stark und selbstständig. Sie ist eine sehr systematische und planerische Frau, für die es immer am besten zu sein scheint, wenn sie de Kontrolle über alles behält. Auch wenn das jetzt für einige unsympathisch klingen könnte, ist Sydney das ganz und gar nicht. Ich konnte mich wirklich gut in sie hinein versetzten. Mit ihrer Leidenschaft für Autos hat sie mich ja bereits in Blutsschwur bezaubert.
Dieses Mal tat sie mir jedoch den Großteil des Buches über irgendwie leid. Sie hatte ja wirklich keinen Moment Ruhe und Zeit mal über sich oder ihre Welt nachzudenken. Sie musste sich um jede Kleinigkeit, mit der Jill, Eddie, Angeline oder Adrian nicht zu Recht kommen, kümmern. Die meisten dieser Dinge erledigt sie trotzdem mit einer ehrwürdigen Einstellung, denn sie weiß, dass das ihr Job ist, und würde auch aus freien Stücken Jill und Adrian helfen wollen. Auch Eddie ist ihr ja so langsam ans Herz gewachsen und ich bewundere ihren Willen, die beschützen zu wollen, die sie liebt.

Apropos Adrian. Wer bereits die Vampire Academy – Reihe verschlungen hat (wer nicht, sollte das auf jeden Fall noch nachholen) oder einfach die zwei ersten Teile von Bloodlines gelesen hat, der weiß ganz genau, was für ein Typ Adrian Ivashkov ist. Und trotzdem zeigt Richelle Mead mal wieder, das wir immer noch mehr über ihn und seine Verhaltensweisen lernen können. Mittlerweile glaube ich, dass er sogar meinen ersten fiktiven Traumprinzen, Dimitri Belikov (Vampire Academy), geschlagen hat. Jedoch bin ich mir da noch nicht ganz sicher. Seine Fürsorge und sein Tatendrang, wenn es um Sydney geht, sind einfach herzerweichend. Auch wenn man so einen tollen Mann nicht im wahren Leben finden wird, wirkt er trotzdem nie unrealistisch.
Jedoch dürfen natürlich auch nicht seine lockeren Sprüche und seine charmante Art fehlen, die mal wieder sehr schön zum Einsatz gekommen sind. Womit er jedoch nicht immer zu rechnen schien, ist, dass Sydney nicht so wie Rose ist. Sydney hat ihr ganzes Leben lang gelernt, dass Moroi und Dhampire und vor allem Strigoi verabscheuenswürdige Kreaturen sind. Auch wenn sie diese Meinung nicht mehr länger vertritt, wäre ihre Beziehung mit Adrian einfach gegen alles woran sie je geglaubt hat. Manchmal scheint er zu vergessen, wie viel Sydney bereits riskiert.

Ein uns bisher unbekannter Charakter stieg in diesem Buch auch in meiner Liste sehr weit nach oben. Marcus Finch, ein Ex-Alchemist, der mit seiner Bestimmung und seiner Gruppe gebrochen hat, bereitet Sydney großes Kopfzerbrechen. Er wirkt unheimlich freundlich und will Sydney auch wirklich nichts böses, jedoch hat sie berechtigte Zweifel. Zuerst dachte ich, zwischen den beiden könnte sich etwas entwickeln, jedoch machte Sydney meine Idee mit einem Gedanken zunichte:

 

„Wie sehr ich mich auch anstrengte, er übte einfach nicht die gleiche Anziehungkraft auf mich aus.
Sein Haar war mir zu blond, seinen Augen fehlte ein klein wenig Grün.“
– Sydney über Marcus auf Seite 227

Es hat mich auch sehr gefreut, dass erneut Charaktere aus der VA – Reihe auftraten. Wir bekamen mal wieder Sonja Karp, Vasilisa Dragomir, Christian Ozera zu Gesicht, jedoch auch Dimitri und Rose. Leider kam mir Rose total verändert vor. Sie wirkte auf mich sogar etwas gemein, was mich etwas enttäuscht hat.

Obwohl ich es liebe, wenn in Geschichten keine Langeweile aufkommt, muss ich sagen, dass mir hier teilweise etwas zu viel Adrenalin enthalten war. Sydney hatte keinen Moment Ruhe, sie raste von einer Gefahr in die nächte. Leider blieb dafür an manchen Stellen die Tiefe weg. Es gab unendlich viele Szenen zwischen Adrian und Sydney, die dann teilweise einfach nur schnulzig wirkten, als hätten die beiden ihren Text aus einem Bollywood – Film.

Was mich dann jedoch nochmal richtig geflasht hat, war der Cliffhanger, für die Richelle Mead wirklich einige Auszeichnungen bekommen sollte. Schon ab dem dritten Vampire Academy – Band wissen wir, dass sie das kann.

Fazit: Mal wieder zeigt Richelle Mead was sie drauf hat. Auch wenn mir dieses Buch nicht ganz so gut gefallen hat, wie ihre anderen, liegt es den meisten Büchern in meinem Regal trotzdem noch um Längen voraus. Sydrian ist eines meiner absoluten OTPs (obwohl es davon ja eigentlich keine Mehrzahl gibt). Ich bin schon unheimlich gespannt, was aus den beiden wird.

Liebe Grüße, eure Sophia

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