[Rezensionsexemplar] Götterlicht-Saga 2: To Love A God von Anna Benning

WER HERRSCHT ÜBER DIE GÖTTER?

Auroras Zeit als Valet im Divine District hat ein jähes Ende gefunden. Nun ist sie auf der Flucht – weit entfernt von der einzigen Welt, die sie je kannte. Doch die Schrecken der Vergangenheit lassen Aurora nicht los. Denn Galadons Herrschaft nimmt immer grausamere Züge an, täglich werden Hinrichtungen übertragen und die Bewohner von Silver City leben in Angst.

Als Colden beschließt, in die Stadt des Lichts zurückzukehren, um Galadon zu einem Kampf auf Leben und Tod herauszufordern, folgt Aurora ihm. Zurück an dem Ort, der sie beinahe alles gekostet hätte, ist sie umgeben von Feinden. Solche, die ihr offen nach dem Leben trachten und solche, die sie für Verbündete hielt. Die größte Gefahr liegt jedoch bei Colden selbst. Denn für sein Ziel scheint er alles opfern zu wollen – selbst wenn es sie beide zerstört …

Quelle, Hörprobe

 

Die Götter-Fantasy-Saga geht in die zweite Runde

Und das Zurückfinden in die Geschichte rund um Aurora und ihre göttlichen Verbündeten, aber auch Feinde hat mich erstaunlich viel Energie gekostet. Vielleicht liegt es daran, dass grundlegende Elemente in Anna Bennings Geschichten einander doch recht ähneln. In ihrer Dark Sigils-Trilogie hat unsere Protagonistin ebenfalls besondere Kräfte, wird von einem jungen Mann aus einer anderen Welt gefunden und mitgenommen, sorgt sich vor allem um die eine Person, die sie zurücklassen musste und muss sich jetzt in dieser neuen Welt mit den Freunden und Feinden ihres Love Interests auseinandersetzen. Deswegen fiel es mir anfangs schwer, mich wieder einzufinden und mich zu erinnern, wo wir unsere Charaktere zurückgelassen haben. Auch sind Bennings magischen Systeme sehr spannend, aber teils auch nicht gaz so einfach zu verstehen, zumindest ging es mir in diesem Band so. Ich habe mich eher treiben lassen, als das Geschehen aktiv und engagiert mit zu verfolgen.

 

In Vergessenheit geraten

Mir ging es da wohl ganz ähnlich wie unserem neuen Protagonisten und Perspektivträger Colden, der von Leonard Hohn vertont wird. Er verliert am Ende des ersten Bandes große Teile seines Gedächtnisses und weiß damit zum Beispiel auch nichts mehr von seiner Beziehung zu Aurora oder auch nur der Tatsache, dass er sie offiziell an sich gebunden hat. Während sein Freundeskreis versucht, ihm dabei zu helfen, sich zu erinnern, werden die Lücken später recht schnell wieder aufgefüllt. So schnell, dass mir der Wiederaufbau und die Intensivierung von seiner Beziehung zu Auroras etwas zu schnell ging. Daneben blieben die anderen Figuren in diesem Band leider auch etwas im Hintergrund und erschienen mir wahrlich einfach nur als Mittel zum Zweck (sei es für eine Unterkunft oder einen Ausweg für Auroras Bruder oder dergleichen). Das war einer der Gründe, warum mich diese Fortsetzung nicht ganz so mitreißen konnte.

 

Welcome to the Hunger Games

Dieser zweite Band entfernt sich ein wenig von dem Glanz und der Intrigen der Silver City, führt unsere Charaktere schlussendlich aber in noch gefährlicherer Gebiete. Die zweite Hälfte dieses Buches ähnelt in vielerlei Hinsicht den Hunger Spielen mit spannenden (mentalen und physischen) Fallen, denen sich unsere Protagonist*innen stellen müssen. Zudem kommt ein Kampf auf Leben und Tod, der viele Verhältnisse, die uns seit Beginn der Geschichte bekannt sind, auf den Kopf stellen wird. Als ich diesen Band begann, glaubte ich noch, das Finale dieser Saga zu lesen, entfiel mir doch für einen Moment, dass Anna Benning immer Trilogien veröffentlicht. Nun haben wir einen weiteren packenden Cliffhanger erhalten, der auf ein Neues alles Bekannte auf den Kopf stellt. Hoffentlich werde ich mich bis zur Veröffentlichung des finalen Hörbuchs noch besser an die vergangenen Erlebnisse erinnern können.

 

Fazit

Nicht nur für einen unserer Protagonisten sind die Erlebnisse des ersten Bandes in Vergessenheit geraten und dadurch schwer nachzuvollziehen. Zudem veränderte sich nicht nur das Setting, sondern dadurch auch stark die Atmosphäre der Geschichte, die weiterhin stark von den beiden Hauptfiguren getragen wird, obwohl zahlreiche interessante, sowohl bekannte als auch neue Nebencharaktere vorhanden sind. Nun hoffe ich, dass der dritte Band mehr Gebrauch von der Vielfalt an Charakteren macht und sie alle in dem großen Finale mit einbindet!

 

 

 


Die Autorin:

Anna Benning wurde 1988 als jüngstes von drei Kindern geboren. Die Leidenschaft für Geschichten bestimmt seit vielen Jahren ihren Weg: Nach einem Studium der Literaturwissenschaft und Stationen als Buchrezensentin und Aushilfsbuchhändlerin arbeitet sie seit 2013 in einem Verlag. Eines Tages fasste sie sich ein Herz und brachte ihre eigenen Geschichten zu Papier. Ihr Debüt, die Vortex-Trilogie, ist ein Bestseller. Q

Die Sprecher*innen:

Pia-Rhona Saxe, geboren 1990, ließ sich ab 2019, zunächst parallel zu ihrer Beamtenlaufbahn in der Justiz, zur Sprecherin aus- und weiterbilden. 2021 hat sie das Büro vollständig gegen die Sprecherkabine eingetauscht und hat mit ihrer Stimme inzwischen die Heldinnen zahlreicher Hörbücher zum Leben erweckt. Q

Leonard Hohm, Jahrgang 1990, ist Schauspieler, Synchronsprecher und Hörbuchinterpret. Er leiht Bridgerton-Star Rege-Jean Page seine Stimme und sprach u. a. den Löwen Simba in der Disney-Verfilmung Der König der Löwen. Leonard Hohm lebt in München. Q

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