Der sechszehnjährige und nicht ganz so öffentlich-schwule Simon hat es nicht so mit Drama, es sei denn in der Schulmusical Aufführung. Doch als seine Emails in falsche Hände geraten, steht sein Geheimnis kurz vor der Veröffentlichung. Von seinem Mitschüler wird Simon nun dazu gedrängt, ihm eine Chance bei seiner Freundin Abby zu verschaffen, wenn er nicht will, dass seine sexuelle Orientierung bekannt wird – und noch schlimmer: die Privatsphäre seines Briefpartners Blue, zu dem er immer mehr Gefühöe aufbaut, ohne dessen wahre Identität zu kennen. Es ist nun an Simon, zu lernen, seine Komfortzone zu verlassen, bevor er hinaus gestoßen wird, und dabei nicht Blue zu verlieren.

 

Becky Albertalli, Harper Collins
336 Seiten, 35 Kapitel, Taschenbuch
7,99€, ISBN 978-0062348685
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Becky Albertalli

…was born and raised in the Atlanta, GA suburbs.
…has been writing stories since preschool. Generally about her pets.
…is three years older than her sister and twelve years older than her brother.
…is an extraordinarily picky eater.
…really loves ice cream, though. And most desserts.
…is Jewish, despite her Italian last name.
…has attempted and spectacularly failed at almost every sport.
…rocked t-shirts from the Nature Company basically every day of middle school.

 

Meine Meinung

Nachdem ich vor Kurzem erst Call me by your name verschlungen und dann die Verfilmung wiederholt gesehen und geliebt habe, konnte ich um dieses Buch, welches ebenfalls bald eine Verfilmung bekommt, keinen Bogen machen – obwohl die Situation des jeweiligen Protagonisten, sowie die ganze Handlung an sich völlig verschieden ist. Schlussendlich muss ich sagen, dass ich beide Bücher unheimlich liebgewonnen habe, jedoch auf völlig verschiedene Art und Weise. Hier soll es jedoch nur um Simon und seine Geschichte gehen, die mich wirklich nicht schlafen lassen hat, sobald ich das Buch erst einmal begonnen hatte.
„Okay, well, I’m English and German, and Abby’s, you know …“ Oh God, I don’t know anything about Africa, and I don’t know if that makes me racist.
„West African. I think“
„Exactly. I mean, it’s just the randomness of  it. How did we all end up here?“
„Slavery, in my case,“ Abby says.
And fucking fuck. I need to shut up. I needed to shut up about five minutes ago.
– S.47f.

 

Becky Albertalli liefert mit diesem Buch eine wundervolle Geschichte über einen jungen, langsam erwachsen werdenden Jungen, der vieles über sich selbst erst noch herausfinden muss. Und an dieser Stelle hat es Simon vermutlich schwerer als andere, denn wie er selber bemerkt, ist weiß und hetero der Standard in unserer heutigen Gesellschaft. Alles, was anders ist, braucht ein Coming – Out, was ganz und gar nicht fair ist. Dennoch kommt er in seinem Leben gut klar, bis seine Identität offenbart zu werden droht. Die Emails, die er mit „Blue“ schreibt, sind herzlich und treffen jedes Mal tief ins Herz. Simons ganze Welt ist so. Er ist ein typischer Teenager, macht sich Gedanken über sein Leben, seine Freunde und Liebe, manchmal ganz alltäglich, manchmal äußerst weise und tiefgründig. Ich habe ihn wirklich fest in mein Herz geschlossen.

 

Don’t worry, Jacques. I only ever think about sex with people who hide from their eight-grade girlfriends in bathrooms on Valentine’s Day, and eat tons of Oreos, and listen to weirdly depressing and wonderful music, but never wear band T-shirts.
I guess I have a very specific type.
(I’m not kidding.)
– Blue
– S.129

 

Auch wenn sich Simon – wieder mal ein typischer Teenager (was aber überhaupt nicht negativ gemeint ist) – immer mal wieder mit seinen Eltern anlegt und diese nervig findet, gefällt mir die Dynamik in seiner Familie sehr. Auch sein Freundeskreis habe ich geliebt und genossen – egal, ob er gerade mit Leah oder Abby oder Nick rumhängt. Und dann kommt ja irgendwann auch noch Blues wahre Identität ins Spiel und ich war hin und weg! Aber naja… Wer Blue wirklich ist, müsst ihr wohl selber herausfinden!

 

Fazit:

Ein Buch für Herz und Seele und ganz viele Schmetterlinge im Bauch. Ich bin Simon bedingungslos verfallen und glaube, dass ich da kein Einzelfall bin. Becky Albertalli konnte mich vollkommen mit dieser seichten und doch so tiefgründigen und emotionalen Geschichte überzeugen, sodass ich mich nun umso mehr auf die Verfilmung freue – auch wenn ich befürchte, dass es ein paar krasse Änderungen geben wird.

Liebe Grüße, eure Sophia!

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