Hallo ihr Buchreisenden,
seit einer Weile spiele ich nun schon mit dem Gedanken, euch ein wenig mehr zu meinem Studium zu berichten. In meinen Wochenrückblicken berichtete ich meistens nur, dass ich wenig zum Lesen komme, da ich viel für die Uni zu tun habe. Im letzten Jahr wurde daraus dann, dass mir die Masterarbeit im Nacken sitzt. Neben vielen, vielen Texten die bei einem kulturellen, sprachlichen, bzw. literarischen Studiengang nicht wegzudenken sind, stehen in den Geisteswissenschaften häufig auch Hausarbeiten (und schlussendlich eine Abschlussarbeit) an. Vor allem, seitdem ich 2022 meinen Master in Amerikanistik/American Studies begonnen habe, bestehen meine Prüfungsleistungen nur aus solchen. Diese umfassen zumeist zwar nur 15-20 Seiten, beinhalten aber theoretische Ansätze, die viele Stunden Vorarbeit verlangen. Und aus den hunderten Seiten, die ich bzw. wir dann dafür lese(n), wird schlussendlich eine bis fünf Seiten Theorie, die die folgende Analyse stützt. Und obwohl ich es durchaus mag, neue theoretische Ansätze aufzuschnappen und anzuwenden, liebe ich vor allem die Arbeit mit den ausgewählten kulturellen Artefakten.
In einem kleinen Recap möchte ich euch deswegen mal erzählen, mit welchen „Texten“ ich in meinen fünf Semestern gearbeitet und in welcher Hinsicht ich sie untersucht habe. Ein klein wenig zu meinem Studiengang an sich soll vorausgehen…
M.A. Amerikanistik an der Universität Leipzig
Der Masterstudiengang American Studies ist ein interdisziplinärer, englischsprachiger Studiengang, der geisteswissenschaftliche mit sozialwissenschaftlichen Ansätzen verbindet. Im Mittelpunkt des Studiums stehen die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, Kultur, Geschichte, Literatur und Politik der USA sowie deren jeweilige Verortung in internationalen und interkulturellen Zusammenhängen. Diese Auseinandersetzung findet auf der Grundlage einer vertiefenden Reflexion der interdisziplinären Methodik und Theoriebildung der American Studies statt.
Die Interdisziplinarität der American Studies schlägt sich in der Struktur der Module nieder. Die Mehrzahl ist thematisch – statt, wie sonst üblich, methodisch – definiert und bearbeitet einen bestimmten Themenkomplex aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. Die Leipziger Amerikanistik kooperiert dafür mit Experten aus der Politikwissenschaft, der Soziologie u.a. Einen didaktischen Schwerpunkt des Masterstudienganges American Studies bildet die Projektarbeit, sei es in den Forschungsseminaren der Spezialisierungsmodule oder im Publikationsprojekt des studiengangeigenen Schlüsselqualifikationsmoduls (www.aspeers.com).
Ziel ist dabei, die Kompetenzen der Studierenden zur eigenständigen Entwicklung und Durchführung von Projekten zu schulen sowie ihre sprachliche und kulturelle Kompetenz in transatlantischen Themenfeldern zu fördern. Quelle
Ich habe mich für diesen Studiengang entschieden, da er mich im Gegensatz zu meinem Bachelorfach Germanistik mit seiner Interdisziplinarität gelockt hat. Anstatt nur mit Literatur und Sprache zu arbeiten, bezieht die Amerikanistik politische Bewegungen, historische Begebenheiten und mediale Vielfalt mit in ihren Stundenplan ein. Das Institut in Leipzig ist zudem recht klein und dadurch sehr übersichtlich und familiär. Die überschaubare Anzahl an Lehrenden und Studierenden ermöglicht ein unterstützendes und offenes Arbeitsumfeld, in dem wir Neulinge im Fach uns sehr gut entfalten können. Dies galt auch immer bei unseren Abschlussarbeiten für die einzelnen Module. Diese waren zwar im Allgemeinem einer Thematik verschrieben und sollten gewissen formale und theoretische Aspekte vorweisen, waren aber inhaltlich und methodisch kaum beschränkt. Da ich mich persönlich vor allem dafür interessiere, wie Ideologien (nicht nur negativ) sich in kulturellen Artefakten widerspiegeln, habe ich mich viel mit neuen popkulturellen Produktionen beschäftigt.
House of the Dragon – Staffel 1
Im ersten Semester wurden uns vielerlei Grundlagen der wissenschaftlichen Arbeit an die Hand gegeben. Wir erforschten nicht nur die Vielfalt an Theorien und Methoden, sondern sollten diese schlussendlich auch an einem selbstgewählten Beispiel anwenden. Ich wählte eine meiner zuletzt geliebten Serien und nutzte verschiedene filmographische Theorien. In meinem Kapitel über bereits bestehende Sekundärtexte setzte ich mich nicht nur mit der Misogynie in Game of Thrones auseinander, sondern insgesamt mit der Darstellung von Frauen und Geburtsszenen in Film und Fernsehen. Besonders inspirierend war in diesem Zusammenhang Laura Mulveys Gaze/Blick Theory, die Frauen in visuellen Produktionen als Spektakel für Männer enttarnt und somit hinterfragt. Ebenfalls bahnbrechend für meine eigene Analyse war Karen A. Foss‘ Aufsatz “’Remember to Breathe (but Don’t Make a Sound!)’ Constructions of Childbirth in Post-apocalyptic Narratives.” In diesem beschäftigt sie sich mit der Handlungs- und Entscheidungsfreiheit, die Frauen in filmischen Geburtsszenen zuteil wird.
Diese Theorie mit der Serie zu verbinden war ein Idee, die mir bereits während des Ansehens kam. Während Game of Thrones nämlich für seine Brutalität und seine Vergewaltigungen bekannt ist, fügt House of the Dragon Frauen vor allem in Geburtsszenen Gewalt zu. Zugleich ist aber eine Frau die Hauptfigur der Serie und bietet somit einiges Potential für mehr Geschlechtergerechtigkeit trotz des mittelalterlichen Settings. Dementsprechend habe ich aufgezeigt, wie die Geburtsszenen Rhaenyra gegenüber anderen Figuren als machtvoll und stark porträtieren und wie ihr Charakter an sich gezeichnet wird.

In the Heights (2021)
Noch länger und leidenschaftlicher ist meine Beziehung zu Lin-Manuel Mirandas Musical In the Heights, welches 2021 fürs Kino adaptiert wurde. Als wir in einem meiner Seminare über Space/Raum sprachen und wie dieser für verschiedene Gruppen definiert und mit Bedeutung gefüllt wird, dachte ich unmittelbar an Usnavi und seinen Traum der Dominikanischen Republik. Doch auch New York City und Washington Heights werden in diesem Film durch wundervolle Bilder und Musik auf magische Weise neu gezeichnet. In meinem Aufsatz setzte ich mich mit den Hoffnungen und Träumen der jungen Charaktere–Usnavi, Nina, Sonny–auseinander, die die USA und ihre Herkunft in Lateinamerika für sich erfinden. Zugleich fühlen sie sich zwischen diesen beiden verschiedenen Welten und Kulturen hin- und hergerissen.
Als theoretischen Rahmen nahm ich hybride Identitäten (Jorge Duany bindet sie in transnationale Bewegungen ein) und Gloria Anzaldua’s Borderlands zuhilfe. Da dieser Film der Sichtbarkeit von Latinx Personen in der USA dient und zahlreichen Latinx Darsteller*innen eine Bühne gab, ging es mir vor allem darum, wie deren Identitäten erörtert werden. Mein Fokus lag dabei auf den jungen Charakteren, die zumeist nur noch wenige Erinnerungen an ihre Herkunft haben, denen aber zugleich teils zahlreiche Erwartungen auferlegt werden. Somit fällt es ihnen besonders schwer, sich zwischen zwei Kulturen und Sprachen selbst zu finden. Jedoch fand ich in diesem Film eine bestärkende Bindung zu ihrer Herkunft widergespiegelt, die in ihrer multikulturellen Gemeinschaft zum Ausdruck kommt. Ich habe die Analyse einiger Musikszene ungemein genossen und konnte diese als Bonus wieder und wieder genießen. In diesem Fall sind sie mir schlussendlich auch nicht zum Hals herausgehangen.

Aspeers – Emerging Voices in American Studies
Eine weitere grandiose Erfahrung war das aspeers-Projekt im ersten Semester. Grandios, aber auch furchtbar anstrengend. Jedoch glaube ich, mit diesem am meisten dazugelernt zu haben. Aspeers ist eine Publikation, die aus Artikeln besteht, die Amerikanistik-Studierende aus Europa einsenden und dann in Zusammenarbeit mit uns Leipziger*innen überarbeitet werden. Das heißt, wir lesen zuerst zahlreiche Paper, wählen jene mit dem größten Potential aus und arbeiten dann mit den Autor*innen an ihnen.
In unserer Ausgabe befanden sich zuletzt vier faszinierende Artikel, die alle wage mit der Apokalypse zu tun haben. Von ganz individuellen Endzeitszenarien wie in Ari Asters Midsommar bis hin zu klimakatastrophalen Beschreibungen in Ökopoesie wurde alles besprochen. Ich hatte kaum ein freies Wochenende dank dieses Projekts, habe es aber auch genossen, jungen Wissenschaftler*innen zu ihrer ersten Veröffentlichungen zu verhelfen. Und nun kann ich bereits eine Publikation mein Eigen nennen, in der ich als Editorin gearbeitet habe. Zu unserer Ausgabe von aspeers kommt ihr hier. Alle Paper und Kunstwerke sind online frei erhältlich.
Hell Followed With Us von Andrew Joseph White
Dieses Buch habe ich zuerst dank eines Leseclubs an der Uni Leipzig zur Hand genommen und auch kurz darauf hier auf meinem Blog besprochen. Angesichts der dystopischen Grundstimmung und des dargestellten Kräftemissbrauchs fand das Buch schnell mein Interesse. In einem meiner Seminare sprachen wir zur selben Zeit über Security/Sicherheit in all ihrer ideologischen Verwendung. Nicht nur Kriegsdiskurse, sondern auch Gated Communities und Bio-Sicherheit waren interessante Sub-Themen, die sich in Whites Buch wiederfinden. Deshalb beschloss ich, meine Hausarbeit darüber zu schreiben, wie queere junge Menschen um ihre Sicherheit kämpfen, wenn das sie umgebende Regime alles tut, um sie ihnen zu verwehren. Besonders analysierte ich die Body Horror-Elemente, mit denen White die Fragilität seines jungen, transgender Protagonisten darstellte, die aber auch dessen Widerspenstigkeit und Durchhaltevermögen veranschaulichten.
Da ich schon einmal sehr vertraut mit diesem Young Adult-Buch war, schrieb ich auch meine zwei folgenden Paper darüber. Diese waren im Umfang geringer, da sie jeweils nur ein Seminar über ein halbes Semester in Utrecht abschlossen. In einem untersuchte ich die Verwendungen von repetitiver Sprache, mithilfe derer White den Missbrauch religiöser Institutionen aufzeigt und kritisiert. Dafür setzte ich mich mit Strategien auseinander, die Kults verwenden, um ihre Mitglieder an die etablierte Ideologie zu binden. Ähnliche Muster findet man häufig in Religionsgemeinschaften, was White in seinem Werk widerspiegelt. Jedoch nutzt er diese Werkzeuge der Unterdrücker–Sprache und die damit erschaffenen religiösen Vorstellungen–um schlussendlich seinen Protagonisten zu befreien.
Ein weiteres kürzeres Paper bezog Foucaults Kritik-Theorie und die Technik des literarischen Recyclens mit ein. Ich zeigte darin auf, wie White die Angels in seinem Buch als unterdrückende Macht zeichnet und Benji und die queeren Jugendlichen als Widerstand. Indoktrination und das Ausbrechen daraus sind sprachlich und dadurch bildlich dargestellt, wobei Body Horror zum Einsatz kommt. Schlussendlich recycelt White religiöse Muster und biblische Geschichten, die seinem queeren Protagonist aus seiner unterdrückten Position Aufschwung verleihen und die dominante Kultur umstürzen. Ob ich nun mit diesem Buch abgeschlossen habe?
Avatar: The Way of Water (2022)
Eines meiner filmischen Highlights des Jahres 2022 war James Camerons Fortsetzung von Avatar. Nicht nur die Bilder waren gewaltig, sondern auch die jugendlichen Charaktere haben mich von Anfang an fasziniert und durch den Film getragen. Dementsprechend wollte ich auf bestehende Analysen des ersten Films aufbauen, jedoch die neuen, jugendlichen Figuren in meinen Fokus nehmen. Avatar wurde zumeist als Aneignung indigener Kulturen kritisiert oder in Hinblick auf die Cyborgs–die Avatare– und die Frage der Identität untersucht.
Im letzteren Sinne ging auch ich meine Arbeit an, doch die Jugendlichen hatten schlussendlich recht wenig mit ihrer teils genetisch-konstruiertem Herkunft zu kämpfen, die Jake im ersten Teil herausfordert. Hingegen konstruieren Lo’ak, Kiri und Spider ihre Identität in Verbindung mit der Natur. Darin sehe ich unsere zeitgenössischen, zumeist von Jugend geführten Bewegungen widergespiegelt, die Aufmerksamkeit für die Natur und auch Tiere erwecken wollen. Auf Grundlagen des Ecocinemas untersuchte ich die Fortsetzung somit nach einer ökologischen Botschaft, die sich nur in Teilen wiederfinden ließ. Denn obwohl James Cameron sich bemüht, die Na’vi als Held*innen darzustellen, zeigen vor allem die älteren Charaktere starke, speziesistische Züge. Meine Analyse beschäftigte sich aber vor allem mit den bildgewaltigen und elementaren Szenen, die die Identität der jungen Figuren prägt. Immerhin gesteht James Cameron zumindest einer Spezies eine Kultur zu und zeichnet diese somit als bedeutend, wenn es ums Überleben geht.

„The Albatross: Social Commentary in Taylor Swift’s Lyrics“
Für meine Maasterarbeit wollte ich schlussendlich noch etwas ganz Besonderes wählen. Da ich noch immer eines Tages im Verlagswesen arbeiten möchte, wählte ich einen stärkeren Bezug zur Literaturwissenschaft, aber zugleich auch ein Thema, mit dem ich mich mit Sicherheit mehr als ein halbes Jahr auseinander setzen können würde, ohne dass es mir zur Hals heraushängt. Dieses fand ich in Taylor Swifts Musik. Nichtsdestotrotz galt es zuerst einmal viel, viel und viel mehr zu lesen und herauszufinden, was bereits umgesetzt wurde. Anschließend brainstormte ich darüber, womit ich mich gerne beschäftigen würde. Immerhin ist Swifts Katalog riesig und umfasst nicht nur Songtexte, sondern auch Musikvideos und ein Universum aus Easter Eggs und teils noch immer nicht offiziell bestätigten Hinweisen.
This thesis examines Taylor Swift’s evolving lyrical engagement with social commentary, focusing on her 2024 album The Tortured Poets Department. Building on feminist and cultural studies frameworks, it explores how Swift’s confessional songwriting transforms personal experience into broader reflections on gender, fame, and autonomy. Through a combination of qualitative content analysis and close reading, the study traces recurring themes—such as public scrutiny, gendered judgment, and the exploitation of emotion—across her eleven studio albums with The Tortured Poets Department as the latest climax of these long-standing concerns. Through means of seriality—her repetition and reimagination of themes and imagery across her albums—Swift accumulates meaning that connects her evolution as a songwriter to the ongoing feminist discourse. In the examined songs, Swift dramatizes and critiques structural issues such as the surveillance of celebrities and the tutelage of women through her personal lens as a successful female pop star, negotiating empowerment with the constraint of visibility. Her main points of societal critique—as presented on The Tortured Poets Department—involve the intrusion into privacy, the lack and pretense of empathy, and the prejudice and discrimination toward women. Against these social inequities, Swift nonetheless presents defiance and self-determination in her lyrics, writing empowering narratives to be consumed worldwide. Ultimately, this study positions Swift not merely as a pop phenomenon but as a socially engaged artist whose serial songwriting expresses a complex feminist critique of celebrity culture and the dynamics which restrict women’s self-representation in contemporary popular music and society at large.
Schlussendlich konnte ich mich dafür entscheiden, ein paar ihrer Lieder literarisch zu analysieren und zu interpretieren. Mein Ziel war es, aufzuzeigen, wie ihre Musik soziale Umstände kritisiert und somit die Zuhörer*innen durchaus zum reflektieren dieser bewegen kann. Diese Behauptung basierte ich auf Theorien über Celebrity Culture und Celebrity Politicians, aber auch Confessional Songwriting und viele mehr. Zudem sprach ich über Swifts Aktivismus als Person selbst und wie dieses auch bereits in ihrer Musik nachgewiesen und diskutiert wurde. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist der Theoriebereich in einer Masterarbeit mit etwa 60 Seiten nicht mal eben in 30 Minuten gelesen.
Im Anschluss arbeitete ich mich in meinem ersten Analyseteil durch Swifts Katalog und zeigte Stück für Stück mehr (grob) auf, wie und wann sich Swift in ihrer Musik über soziale Themen geäußert hat. Dabei fand ich vor allem Kommentare über den Doppelstandard und die Doppelmoral zwischen den verschiedenen Geschlechtern. Swift drückt zudem häufig eine Konflikt, bzw. die Schwierigkeit dessen aus, Sichtbarkeit mit den Anforderungen der Allgemeinheit und dem eigenen Privatleben zu balancieren. Während ich fortlaufende Muster in ihrer Musik und Swifts Kommentare bezüglich einiger Themen aufzeige, beziehe ich zudem Seriality/Serialität als Theorie ein. Diese kann den Effekt und die Bindung und mentale Auseinandersetzung mit beschriebenen Handlungen und Botschaften in konsumierten Medien stark intensivieren.
In meinem zweiten Analyseteil zoomte ich dann auf sechs Lieder heran, nämlich von Swifts (zu Beginn meiner Masterarbeit noch) neuesten Album, The Tortured Poets Department. Mithilfe meiner stilistischen Analyse und Interpretation von „But Daddy, I Love Him“, „Who’s Afraid Of Little Old Me?“, „Clara Bow“, „The Albatross“, „How did it end?“ und „Cassandra“ beleuchtete ich Swifts Aussagen über das Eindringen der Allgemeinheit in das private Leben von bekannten Persönlichkeiten, die Vortäuschung von Empathie und die Kommerzialisierung von privatem Schmerz, über Vorurteile und Diskriminierung (besonders im Alter) von Frauen in der Öffentlichkeit, jedoch auch ihren (0der den ihrer Figuren) Widerstand und Trotz gegenüber den Erwartungen der Öffentlichtkeit.
In dieser Analyse hat mir besonders viel Spaß gemacht, mich mit immer wieder auftauchenden Metaphern und deren verschiedene Nutzung zu beschäftigen. Auch eine kurze Beurteilung von Swifts Feminismus (auf Grundlage vielerlei Kritik) habe ich mir am Ende nicht nehmen lassen. Anschließend gab ich einen Ausblick darauf, wie andere Künstler*innen und ihre Musik ähnlich untersucht und vielleicht sogar mit Swifts kontrastiert werden können–natürlich auch mit einem kurzen Hinweis auf „The Life of a Showgirl“. Ich meine, dass sich vermutlich alle, die gerne Swifts Musik hören, vorstellen können, wie viel Vergnügen ich damit hatte, die erlernte Theorie auf ihre Songtexte anzuwenden. Und jene, die kein Fan des Popstars sind: Stellt euch einfach vor, ihr dürft für ein halbes Jahr die Musik eures liebsten oder eurer liebsten Sänger*in anhören und es Recherche nennen!
Damit beende ich diesen Blogbeitrag, der einige Monate in meinem Entwurfsorder eingestaubt ist. Das lag vor allem daran, dass meine Masterarbeit sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat–nicht nur in der Recherche und Bearbeitung, sondern schlussendlich auch in der Bewertung. Zum Glück kann ich nun mittlerweile sagen, dass ich offiziell meinen Masterabschluss habe und mit dem endgültigen Ergebnis auch sehr zufrieden bin. Zudem wollte ich euch mit diesem Blogpost einmal vor Augen führen, wie cool es doch sein kann zu studieren und wie manche Studiengänge es sogar ermöglichen, zeitgenössig und im eigenen Interessengebiet zu arbeiten. Das heißt leider natürlich nicht, dass ich das nun für den Rest meines Lebens dank meines Abschlusses tun kann. Doch für meine Studienzeit habe ich es ungemein genossen!
Liebe Grüße, eure Sophia
